Presseberichte aus dem Jahr 2003:            [ zurück ]
SZ vom 16.12.2003: Technikraum geschlossen idex_main.htm
LN vom 02.11.03: Herbstmarkt in Schlutup
LN vom 19.10.03: Verwaltungsposse 
SZ vom 30.09.03:  Mehr Lagerfläche für Papier 
LN vom 23.09.03:  Halle 33: Schlutup hat noch mehr Platz für Papier 
LN vom 13.09.03:  Gesucht: Ein Kapitän als Ich-AG 
LN vom 07.09.03:  Auch heute feiert Schlutup 
LN vom 07.09.03:  Feuerwerk über dem Schlutuper Hafen 
LN vom 13.08.03:  Schlutup: Stadtverkehr reagiert auf Kritik  
LN vom 09.08.03:  Schlutuper Schulklasse erhält Flutopfer-Medaille
SZ vom 29.07.03:  Die vier Grazien 
LN vom 27.07.03:  Das lange Warten auf Bus Nummer elf 
SZ vom 01.07.03:  Befragung zu weiterer Fähre 
SZ vom 24.06.03:  Richtfest für neue LHG-Halle 
LN vom 21.06.03:  Hier wächst der Hafen in Schlutup 
SZ vom 27.05.03:  Ein echter Sportsfreund 
LN vom 18.05:03:  Anbaden bis zum Zähneklappern 
WS vom 15.05.03:  Freibad Schlutup öffnet 
SZ vom 13.05.03:  Freibad Schlutup öffnet mit Fest 
LN vom 09.05.03: Saisonstart mit Sorgen: Welche Bäder überleben? 
LN vom 07.05.03: Schlutup: Gewerbegebiet bringt noch mehr Verkehr 
SZ vom 29.04.03:  Ehemalige Grenzabfertigung für Jugendarbeit nutzen  
SZ vom 29.04.03:  IGS-Schlutup: Erweiterungsbau gestoppt 
SZ vom 29.04.03:  IGS Schlutup: CDU stoppt Ausbau 
SZ vom 15.04.03:  KurzNotiert (SPD-Jahreshauptversammlung) 
   

  

Ausgabe 307 vom 16.12.2003

Technikraum geschlossen

IGS Schlutup beklagt Raummangel - Bürgerschaft entscheidet Anfang des Jahres

"Wir haben zwei Technikklassen pro Jahrgang. Einen Kurs müssen wir jetzt voraussichtlich schließen", sagte Stefan Römer vom Elternbeirat der IGS Schlutup am vergangenen Donnerstag. Der Schulelternbeirat hatte die Presse zu einem Rundgang eingeladen, um auf fehlende Räume und drohenden Unterrichtsausfall aufmerksam zu machen.

Fehlende Fachräume an der IGS Schlutup beklagen Eltern und Lehrer seit Jahren. Ein Erweiterungsbau war schon auf den Weg gebracht, als die Bürgerschaft mit den veränderten Mehrheiten im Sommer das Unternehmen stoppte und erst einmal einen Bericht anforderte, um zu prüfen, ob der vorhandene Raum durch Umbaumaßnahmen nicht besser genutzt werden könne und sich somit ein Anbau erübrige.


Den Schülern an der IGS Schlutup steht nur noch ein Werkraum zur Verfügung.  (Foto: N. Neubauer)

Vor diesem Hintergrund fand im Oktober eine Ortsbegehung statt, an der verschiedene Bereiche der Hansestadt Lübeck beteiligt waren und in deren Folge ein Technikraum geschlossen wurde: Der IGS Schlutup stehen zwei Technikräume zur Verfügung: einer im Hof der Schule, ein anderer in der rund einen Kilometer entfernten Grundschule, der, wie sich bei der Ortsbegehung entpuppte, ein umfunktionierter Lagerraum ist. Fünf Jahre lang hatte die Gesamtschule den Raum für den Technikunterricht genutzt - ein Raum, der als Unterrichtsraum nicht genehmigungsfähig ist. So beanstandete die Feuerwehr fehlenden Brandschutz.

Die Folge ist, die Schüler haben einen Raum weniger für ihren Technikunterricht. "Wir geraten damit in arge Bedrängnis", sagte Manfred Bannow-Lindtke vom Vorstand des Schulelternbeirats. In einem Brief an die Bürgerschaftsmitglieder beklagen die Eltern die "mangelhafte räumliche Versorgung". "Junge Menschen, die fit fürs Berufsleben gemacht werden sollen, sollten ein Anrecht auf eine angemessene handwerkliche Grundlagenausbildung haben", heißt in dem Brief.

"Der Technikunterricht wird vierstündig unterrichtet", erläuterte Georg Schopenhauer, Schuldirektor der Gesamtschule, der Unterricht sei somit an der IGS gleichwertig mit Französisch und Latein, Schüler wählten ihn als Prüfungsfach. 100 von den rund 400 Schülern nutzen nach Angaben von Schopenhauer den Unterricht.

"Wir hoffen, daß wir schnell eine Perspektive für die Schule schaffen können", sagte Friedrich Thorn, Leiter des Bereichs Schule und Sport auf Anfrage. Die Verwaltung prüfe Möglichkeiten, wie etwa einen Dachausbau oder den Umbau der Kellerräume.

Im Januar oder Februar soll der Bericht der Bürgerschaft vorgelegt werden, die dann entscheidet, wie es an der Gesamtschule weitergeht.

  
LN 2./3.11.2003

Herbstmarkt in Schlutup

Heute findet in Schlutup zum zehnten Mal der traditionelle Herbstmarkt mit über 50 ausstellenden Hobbykünstlern statt. Besucher können von 10 bis 17 Uhr in der großen Schlutuper Sporthalle am Krümmling ein breites Angebot von Drechsel- und Keramikarbeiten, Lernspielzeugen sowie Imkerwaren und Kinderkleidung bestaunen und erwerben. Außerdem werden an den Ständen des Gemeinnützigen Vereins Schlutup und der St. Andreas-Gemeinde verschiedene so genannte "Kirchen-Oldies" angeboten. Ein buntes Programm mit der Kinderbodenturngruppe und der Spaßaerobicgruppe des TSV Schlutup, dem Awo-Tanzkreis sowie einem Kinderballett des Happy-Sport-Centers Schlutup umrahmt die Veranstaltung.

  
LN 19./20.10.2003 von Kai Dordowsky

Verwaltungsposse:
Bauamt blockiert
40 Arbeitsplätze

In Schlutup soll ein Wohnheim für Demenzkranke entstehen.
Es gibt ein Grundstück, einen Investor und einen begeisterten Sozialsenator.
Nur das Bauamt macht Schwierigkeiten.
Deshalb stehen das Projekt und 40 Arbeitsplätze auf der Kippe.

„Das ist ein Super-Projekt, das will ich unbedingt in Lübeck haben“, schwärmt Sozialsenator Wolfgang Halbedel (CDU). Die Betreiberin der „Villa Humanitas“ in Bad Schwartau, die namentlich nicht genannt werden möchte, will im Mühlenweg in Schlutup ein über 8000 Quadratmeter großes, direkt an der Wiek gelegenes Grundstück mit einem Wohnheim (30 Plätze) und einer Tagesklinik (20 Plätze) für Demenzkranke bebauen. Das Investitionsvolumen beträgt an die vier Millionen Euro. Die Investorin verspricht 40 Arbeitsplätze und ein medizinisches Angebot, das es bislang in Lübeck nicht gibt.
„Für diese Kranken gibt es in Lübeck keine Hilfe“, bestätigt der Senator. Die Zahl der Demenzkranken wächst rapide. Die „Villa Humanitas“ in Bad Schwartau hat eine Warteliste von 50 Personen. Das Grundstück in Schlutup ist aus Sicht der Investorin ideal: „Es ist abgeschlossen und liegt direkt am Wasser.“ Seit Juni liegt im Bauamt eine Bauvoranfrage. Die ist bis heute nicht beantwortet.


„Das ist ein Super-Projekt,
das will ich unbedingt in Lübeck haben“,
 schwärmt Sozialsenator Wolfgang Halbedel (CDU).


Hohe Bäume schirmen das über 8000 Quadratmeter große Grundstück in Schlutup von den Nachbarn ab. Die alten Fabrikgebäude in der Mitte sollen nach den Plänen der Investoren abgerissen werden. 
(Fotos: DIRK SILZ):

Nicole und Rolf Johannesson, Besitzer des Grundstücks, wollen verkaufen. Mit der Investorin waren sie sich schnell handelseinig. Seitdem warten auch sie auf das Bauamt. „Unsere Nerven liegen blank“, sagt Nicole Johannesson, die sich von der Stadt schikaniert fühlt. Statt einer klaren Auskunft gebe es immer nur weitere Auflagen. „Wir haben auf eigene Kosten Bodenproben vornehmen lassen, weil auf dem Gelände früher Fabriken gearbeitet haben. Dann hieß es, das Dach des Hauptgebäudes muss begrünt werden. Und jetzt sollen wir die Nachbarn befragen, ob sie etwas gegen die Einrichtung für Demenzkranke haben.“

Das Verfahren ist so undurchsichtig, dass Senator Halbedel das Projekt in die nächste Senatssitzung einbringen will. Um endlich eine Entscheidung herbeizuführen. Im Kern geht es um eine baurechtliche Auseinandersetzung. Nach Auffassung der Verwaltung besteht kein Baurecht. „Deshalb können wir keine Genehmigung aussprechen“, sagt Stadtsprecher Marc Langentepe. Weil das Bauamt nicht als Bremser dastehen wolle, habe es dem Investor geraten, die Nachbarn um Zustimmung zu bitten. Langentepe: „Liegt die vor, kann es schnell gehen.“ Nach Ansicht der Bauwilligen muss die Stadt das Projekt auch ohne B-Plan genehmigen. Der von der Investorin beauftragte Projektentwickler Karl-Martin Jessen aus Berlin kritisiert: „Die Stadt eiert herum. Und sie nutzt ihren Ermessensspielraum nicht aus.“

Um das Vorhaben zu retten, will Jessen jetzt die Nachbarn befragen und auch das Dach des Hauptgebäudes grün bauen. „Wir sind kompromissbereit.“ Für einen Kompromiss wird es auch höchste Zeit. Die Investorin verliert langsam die Lust auf Lübeck. Sie denkt darüber nach, mit ihrer Demenzkranken-Einrichtung nach Mecklenburg-Vorpommern auszuweichen.

  

Ausgabe 296 vom 30.09.2003

Mehr Lagerfläche für Papier

Halle am LHG-Terminal Schlutup eingeweiht


Halle 33 ist in der vergangenen Woche offiziell eingeweiht worden.

Die neue Halle 33 auf dem Erweiterungsgelände des Terminals Schlutup ist in der vergangenen Woche offiziell ihrer Bestimmung übergeben worden. Die Halle 33 ist die erste Halle auf dem ehemaligen, von der Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) gekauften zehn Hektar großen Fabrikgrundstück "Pfleiderer", das an das heutige Terminalgelände grenzt.

Die Kosten für die Halle betragen rund vier Millionen Euro. Weitere 2,2 Millionen Euro sind für die Umschlags- und Verkehrsfläche sowie die Gleisanlage aufzuwenden. Helfend wirkt sich bei dem Ausbau des Terminals Schlutup die Förderung aus dem Regionalprogramm 2000 aus, die die Herrichtung der Infrastruktur erleichtert. Beim jetzigen ersten Bauabschnitt fließen für die Flächenbefestigung rund 770 000 Euro Förderung. Avisiert ist eine Gesamtförderung der Infrastruktur für den Vollausbau von rund fünf Millionen Euro. Der Vollausbau des Terminals kostet zirka 30 Millionen Euro.

Der Neubau hat 9618 Quadratmeter Hallenfläche und 3672 Quadratmeter Vordachfläche. Das Bauwerk ist 80 Meter tief und 120 lang.

In Lübeck werden jährlich rund vier Millionen Tonnen Forstprodukte (Papier, Zellulose) umgeschlagen. Die Hansestadt ist damit das größte Umschlagzentrum für die nordeuropäische Forstprodukte-Industrie. Insgesamt wurden im Lübecker Hafen im vergangenen Jahr 24,4 Millionen Tonnen Güter umgeschlagen.

  

  

LN 23.9.2003 von Sebastian Prey

Halle 33: Schlutup hat noch
mehr Platz für Papier

Festtagsstimmung am Terminal Schlutup. Mit 200 geladenen Gästen feierte gestern die Lübecker Hafen-Gesellschaft (LHG) auf dem ehemaligen Pfleiderer-Gelände die Inbetriebnahme einer neuen Papierhalle

Einen. Tag nach der Landtagswahl m Bayern wurde auch in Schlutup blau-weiß gefeiert - in der Hoffnung auf eine rosarote Zukunft. Die „Original Elbbayem" spielten in Lederhosen zünftige Märsche, statt Sekt gab es Weißbier, und für das leibliche Wohl wurden kernige Köstlichkeiten aus dem Freistaat gereicht. Soviel Bayern forderte auch Bürgermeister Bernd Saxe (SPD) heraus. Den Plänen der hiesigen rot-grünen Landesregierung, weitere Naturschutzflächen in Lübeck auszuweisen, erteilte er eine klare Absage.


Terminal-Leiter Karsten Brüning (45) versprach: „Wir werden unsere Kunden nicht enttäuschen."    (Foto: Dirk Silz)

„Die Zukunft Lübecks liegt im Logistikbetrieb. Dazu werden weitere Flächen benötigt und keine Naturschutzgebiete. Wir werden uns mit allen juristischen und politischen Mitteln gegen die Ausweisung weiterer Gebiete wehren", erklärte Saxe. Die Halle 33 sei lediglich ein weiterer Schritt, um die positive Entwicklung des Lübecker Hafens realisieren zu können. „Wir sind mit unseren Investitionen noch lange nicht am Ende", so Saxe.

Der Neubau ist die erste Halle auf dem ehemaligen, von der LHG gekauften zehn Hektar großen Fabrikgrundstück „Pfleiderer", das an das heutige Terminalgelände grenzt. Der Neubau hat 9618 Quadratmeter Hallenfläche. Die Halle ist so konzipiert, dass sie in weiteren Bauabschnitten problemlos auf bis zu 25 000 Quadratmeter erweitert werden kann. Die Baukosten betragen ungefähr vier Millionen Euro. Weitere 2,2 Millionen Euro werden noch für die zum Teil im Bau befindlichen Umschlags- und Verkehrsfläche sowie die Gleisanlage aufgewendet. Der geplante Vollausbau des Schlutuper Terminals wird insgesamt 30 Millionen Euro kosten, davon sollen fünf Millionen vom Land aus dem Regionalprogramm als Förderung fließen

Mibisterialrat Bernd Unger vom Kieler Wirtschaftsministerium lobte sodann auch den stetigen Ausbau des Lübecker Hafens. „Nur so kann man sich im Wettbewerb behaupten und neue Arbeitsplätze schaffen", sagte Unger. Derzeit sind laut Terminal-Leiter Karsten Brüning 85 Menschen in Schlutup beschäftigt. Mit dem Vollausbau sollen etwa 40 neue Arbeitsplätze geschaffen werden. Notwendig wurde der Bau der Halle aufgrund der positiven Entwicklung des Umschlags schwedischer Forstprodukte.

Das 14 Hektar große Terminal verfügte bislang über Hallen mit einer Gesamtfläche von 54 000 Quadratmetern. Mit dem Neubau wurde die Kapazität um 20 Prozent erhöht. In 2002 wurden dort 1,2 Millionen Tonnen umgeschlagen, davon 1,06 Millionen Tonnen Papier und Zellulose, dies waren rund 15 Prozent mehr als in 2001. Brüning: „Wir werden alles dafür tun, diesen Trend fortzusetzen." Die Chancen dafür stehen gut, denn Seppo Mäkinen, Vice-President des Hauptkunden M-real, lobte: „Der Hafen Schlutup ist top."

  

  

LN 13.9.2003 von dor

Gesucht: Ein Kapitän als Ich-AG

Gemeinnütziger Verein Schlutup ließ alte Verbindung nach Herrenwyk wieder aufleben

„Fährmann, hol över", hieß es beim Jubiläum des Gemeinnützigen Vereins Schlutup. Zwischen Herrenwyk und Schlutup verkehrte an zwei Tagen die „Gambrinus" - eine der ersten Fähren, die auf dieser Verbindung eingesetzt war.


Bereits vor zwei Jahren gab es einen Testlauf für die Herrenwyk-Fähre. Damals wie heute stieß das Angebot auf große Resonanz.

Bis 1980 war der Pendelverkehr Alltag. Weil immer weniger Menschen zustiegen, wurde sie schließlich eingestellt. Seit zwei Jahren bemühen sich die SPD-Ortsvereine nördlich der Trave um die Wiederbelebung der Fähre. Am vergangenen Wochenende verdingten sich Diakoniepastor Kai Gusek, seine Lebensgefährtin und Pastorin Gabi Wendt sowie deren Söhne Raphael (9) und Tobis (6) als Fährleute. Gusek ist Besitzer der früheren Hafenbarkasse.

979 Personen, zwölf Fahrräder, fünf Kinderwagen und vier Hunde wurden hin- und herbefördert. „Die meisten Leute hatten strahlende Augen", erzählt Gabi Wendt, „viele sind früher mit der Fähre zur Arbeit oder zum Schwimmen gefahren. 20 Pfennige kostete die Überfahrt."

Für Heinz Koch von der Kücknitzer SPD, Motor der Reaktivierungspläne, zeigt die Resonanz, dass die Verbindung Zukunft hat. Koch ist überzeugt, dass sich das Unterfangen rechnet. Arbeitnehmer, Schulklassen und Touristen würden die Verbindung nutzen. Der SPD-Politiker schätzt, dass bis zu 400 Fahrgäste pro Tag zusammen kämen. Die Bürgerschaft hat das Meinungsforschungsinstitut Urbanus mit einer Umfrage in Schlutup und Kücknitz beauftragt, um den Bedarf abzuklopfen.

Um die Betriebskosten in Grenzen zu halten, hat SPD-Politiker Koch auch schon eine Idee. „Ein arbeitsloser Kapitän könnte die Fähre als Ich-AG betreiben."

  

LN 7./8.9.2003

Auch heute feiert Schlutup

Mit einem Laternen- und Spielmannsumzug eröffnete der Gemeinnützige Verein Schlutup die Feiern zu seinem 100-jährigen Bestehen. Die beiden Schlutuper Spielmannszüge drehten kräftig auf und sorgten für Festtagsstimmung im ganzen Stadtteil. Den ganzen Sonnabend wurde in Schlutup gefeiert. Der Altstadtmarkt hatte mit über zwanzig Ständen bis 23 Uhr geöffnet. Viele Schlutuper ließen es sich bis in den späten Abend hinein gut gehen.

Auftakt zum dreitägigen Vermögen:
Schlutup feiert mit dem Gemeinnützigen Verein, der auf 100 erfolgreiche Jahre zurückblicken kann.

 

Heute geht das Stadtfest in die letzte Runde: Bereits um 9.40 Uhr geht das Festprogramm mit einem Gottesdienst in St. Andreas weiter. Um 11 Uhr beginnt der Jazzfrühschoppen mit der Daily Blues Band (Bühne Kirchstraße). Von 14 bis 19 Uhr öffnet wieder der Altstadtmarkt. Um 17 Uhr beginnt ein Konzert in St. Andreas mit dem Jungen Kammerorchester der Musikschule. Die Kung Fu Academy zeigt ihre Künste auf dem Schulhof. Als besondere Attraktion wird Pastor Kai Gusek die ehemalige Fähre von Schlutup nach Herrenwyk wieder in Betrieb setzen - von 8.30 bis 9.30 Uhr und von 11 bis 19 Uhr.

   

LN 7./8.9.2003 von Julia Paulat und Nils Freiheit


Schlutup grüßt die dänische Königin:Als die Yacht der Regentin vobei zog, wurde ein Abschiedsfeuerwerk gezündet.(Foto: Roessler)

Mit einem Feuerwerk über dem Schlutuper Hafen verabschiedete sich Lübeck von der dänischen Königin Margrethe II.

Ganz Schlutup war auf den Beinen. Bis kurz vor 23 Uhr bewegten sich immer mehr Besucher in Richtung Wasser. „Ach, man wird die Yacht ja nur von weitem sehen", sagt Hein-Onno Klempau (68) aus Schlutup. Trotzdem steht der Senior m der ersten Reihe. „So eine Königsfamilie ist doch auch was Romantisches, und Margrethe II. ist eine ganz besonders sympathische Monarchin", sagt Annika Baron (46) aus Lübeck, die hofft, dass Margrethe sich auch den Schlutupern noch einmal zeigt. Daraus wurde leider nichts. Nur in einiger Entfernung fuhr die Königinnenyacht am Schlutuper Hafen vorbei. Trotzdem ließen die Wartenden sich zum Jubeln hinreißen und starteten zu Ehren der Königin ein großes Feuerwerk. Bis kurz nach elf Uhr gingen Raketen und Fontänen hoch. Die königliche Yacht war da schon Richtung Ostsee verschwunden.

  

  LN 13.8.2003 

Schlutup:
Stadtverkehr reagiert auf Kritik

Aufgrund der Kritik vieler Buskunden hat der Stadtverkehr mit zwei Änderungen im Bereich Schlutup reagiert, die ab kommendem Montag gelten. Busse der Linie 24 (Selmsdorf-Krummesse) fahren von der Haltestelle Schlutup Markt werktags zehn Minuten früher ab. So findet die fahrplanmäßige Abfahrt 7.06 Uhr bereits um 6.56 Uhr statt. Damit wird für Umsteiger an der Kreuzwegbrücke (Linie 32 in Richtung Herrenwyk) der Anschluss gewährleistet. Davon profitieren in erster Linie Schüler, die bisher bei verpassten Anschlüssen zu spät zum Unterricht kamen. Die Vorverlegung betrifft in der Zeit zwischen 7 und 8 Uhr sämtliche auf der Strecke liegenden Haltestellen der Linie 24.

Die zweite Neuerung bezieht sich auf die zeitweise Umleitung von Bussen, wenn im Schlutuper Ortskern Stau ist. Das hatte Fahrgäste verärgert, die vergeblich auf ihren Bus warteten (die LN berichteten). Ab Montag können sich Buskunden, die zwischen Rastattstraße und Schlutup Markt warten, direkt bei der Leitstelle (Telefon 888-2890 oder -2891) im Staufall erkundigen, wann und ob ein Bus kommt. Sollten die Busse umgeleitet werden und Haltestellen nicht anfahren, ruft die Leitstelle gegebenenfalls als Ersatz ein Taxi, dessen Nutzung für die Fahrgäste kostenlos ist.

  

  

LN 9.8.2003 

Schlutuper Schulklasse erhält Flutopfer-Medaille


657,40 Euro sammelte die heutige 9 c der Integrierten Gesamtschule Schlutup im vergangenen Jahr für die von der Flut betroffene Dr.-Belian-Grundschule in Eilenburg. (Foto LUTZ ROESSLER)

Große Ehre für die Klasse 9c der Integrierten Gesamtschule Schlutup (IGS): Im Rahmen der Begrüßungsfeier für die neuen Fünftklässler, die wegen Bauarbeiten gestern im Freien stattfand, wurden 25 Schüler - zu ihrer Überraschung - mit der Fluthelfer-Medaille ausgezeichnet. Stolz überreichte Rektor Georg Schopenhauer die silbernen Ansteck-Medaillen, die das sächsische Innenministerium verliehen hatte.

Im vergangenen Sommer hatte sich die damalige 8c der IGS auf Initiative der Schülerin Julia Pohl zusammen gesetzt und überlegt, wie man den Flutopfem helfen könnte. Gemeinsam mit Klassenlehrerin und Konrektorin Katrin Sowada (35) entstand die Idee, in der Lübecker Fußgängerzone Geld zu sammeln und den Erlös einer Hochwasser geschädigten Lehranstalt zukommen zu lassen.

Weil gute Kontakte nach Sachsen bestanden, fiel die Wahl schließlich auf die Dr.-Belian-Schule in Eilenburg, eine Grundschule für lernbehinderte Kinder. „Ich habe das Organisatorische übernommen, und die Kinder sind Geld sammeln gegangen", erzählte Sowada. Heraus kamen immerhin 657,40 Euro, für die sich die Schule in Sachsen herzlich bedankte.

Mit der Flutopfer-Medaille ausgezeichnet wurden: Nikita Bischoff, Janin Böhling, Juliane Hainzl, Julita Kieplin, Marie-Luise Koch, Julia Pohl, Lisa Rekewitsch, Olivia Schwanbeck, Anabell Stellmacher, Franziska Tietgen, Sönke Ballaus, Johannes Brügmann, Jury Christoph, Fabian Dittberner, Pawel Dziwoki, Daniel Hoffmann, Benjamin Kleistner, Daniel Lange, Jonas Reinberg, Philipp Sädler, Stephan Schaller, Thorben Staack, Daniel Tomaszewski, Roman Wilhelm, Marvin Wittern.

  

Ausgabe 287 vom 29.07.2003  von Tychsen-Lamp

Die vier Grazien

Schlutups alte Zeiten in neuem Bildband


:Uve Assmann hat nun wieder Zelt, in seinem Garten zu sitzen. Sein Bildband „Schlutup gestern" ist erschienen.  (Foto:  HTL)

 „In Schlutup ist alles anders", schmunzelt Uve Assmann. Das kann der Lokalhistoriker belegen. Über 4250 Bilder aus dem ehemaligen Dorf und heutigen Lübecker Stadtteil hat der verschmitzte Bundesbankrat a.D. zusammen mit Jürgen Wiechmann von seinen Schlutuper Nachbarn gesichtet. Herausgekommen ist dabei ein Bildband, der jetzt im Eigenverlag erschienen ist und das ebenfalls selbst verlegte Buch „Schlutup Geschichte und Geschichten" ergänzt. "In Schlutup haben wir nicht drei, sondern vier Grazien", sagt Assmann und zeigt ein altes Foto. Die Schürzen frisch gebügelt, die Haare sorgfältig frisiert und die Trachtenhaube gerade auf den Kopf gesetzt - so präsentierten sich vier Schlutuper Fischersfrauen Anfang des vergangenen Jahrhunderts dem Fotografen. „In Irland schlagen sich Protestanten und Katholiken die Köpfe blutig, in Schlutup singt man gemeinsam", untertitelte Assmann ein Bild des Schlutuper Kirchenchores St. Andreas und St. Ansgar, für das der Leser das Buch drehen muss. „Es hilft nichts", so der Autor, „ein solch wichtiges Dokument dürfe nicht fehlen". Mit so liebevoll verschmitzten Kommentaren hat Assmann, die sorgfältig recherchierte Geschichte seiner Wahlheimat zu einem lesenswerten Buch verarbeitet. Just zum 100-jährigen Jubiläum des gemeinnützigen Vereins Lübeck-Schlutup, der im September gefeiert wird. Uve Assmann ist dessen Ehrenmitglied nachdem er lange Schriftführer war und den Vorstand führte. Heute verwaltet er das Archiv und zusammen mit Jürgen Wiechmann die große Fotosammlung. Unzählige Stunden verbrachte Assmann am Computer, einem seiner vielen Steckenpferde, und setzte den Bildband selbst zusammen. Das große Bilderbuch ist für 22,50 Euro zu haben in Schlutup bei Papierwaren Strehl, Zigarren-Steffen, Uve Asmann, Zamewenzweg 4, Jürgen Wiechmann, Beim Rosenwasser 12, sowie in Lübeck in der Buchhandlung Weiland und in der Bücher-Insel, Kaufhof 5.

  

  

LN 27.7.2003 

Das lange Warten
auf Bus Nummer elf

Es war ein Donnerstagnachmittag in Schlutup, als Gerhard Szodrzynski auf den Bus der Linie 11 wartete und wartete und noch länger wartete. Drei Stunden habe er an der Haltestelle ausgeharrt - zusammen mit anderen Fahrgästen, ärgert sich der 57-Jährige. Gerhard Szodrzynski kennt inzwischen den Grund für die Marathon-Verspätung. Immer wenn in Schlutup Stau ist, fährt die 11 eine Abkürzung.


Vergebliches Warten auf den Bus der Linie 11 am Markt Schlutup: Gerhard Szodrzynski.
(Foto ROESSLER)

„Bei der Firma Stadtverkehr hat es sich leider eingeschlichen, dass die Busse bei Staus auf der Mecklenburger Straße vor der Station Schlutuper Tannen in Richtung Zarnewenzweg abbiegen. Das ist ein unmöglicher Zustand", schimpft Szodrzynski, „denn die nächsten neun Haltestellen werden nicht bedient." Vor allem für ältere Leute sei das Verhalten des Stadtverkehrs eine Zumutung, kritisiert der Feinmechaniker, der seit Jahren mit dem Bus fährt, aber so etwas noch nicht erlebt hat.

Thomas Bold, Marketingchef der Verkehrsbetriebe, bestätigt die ungewöhnliche Praxis. Bei hohem Verkehrsaufkommen würden die Busse etwa 20 bis 30 Minuten lang im Stau stecken. Deshalb fahren die Busfahrer in Abstimmung mit der Leitzentrale über die alte Industriestraße bis zum Zarnewenzweg und rollen dann die Haltestellen von hinten auf. Bold: „Die Fahrer weisen die Fahrgäste auf die veränderte Route hin. Die können dann auf dem Rückweg an ihrer Station aussteigen."

Wer im Bus sitzt, hat also Glück gehabt. Wer an der Haltestelle wartet, ist gekniffen. „Die wartenden Fahrgäste haben ein Problem", sieht Bold ein und verspricht, dass der Stadtverkehr künftig an den Haltestellen entsprechende Hinweise anbringen will.

Bislang haben die Verkehrsbetriebe darauf vertraut, dass die Schlutuper Bescheid wissen. Seit Jahren schon nehmen die 11er-Busse immer wieder einmal diese Abkürzungen.

Und sie werden weiterhin darauf angewiesen  sein. Manchmal ist das Verkehrsaufkommen in Schlutup so groß, dass die Verkehrsbetriebe ab Wesloer Brücke Pendelbusse einsetzen. Die reguläre Linie fährt ab Wesloer Brücke wieder Richtung Stadt, während sich die Pendelbusse in die Staus begeben. Der Marketingchef: „Damit verhindern wir, dass sich die Verzögerung der Linie 11 auf das Gesamtnetz auswirkt."

   

Ausgabe 283 vom 01.07.2003

Befragung zu weiterer Fähre

Bürger und Bürgerinnen der Stadtteile Schlutup und Kücknitz werden derzeit zu ihrem Verkehrsverhalten befragt. Ziel der Befragung ist es, das Angebot im Öffentlichen Personennahverkehr zu verbessern und zu prüfen, ob Interesse für eine Fährverbindung zwischen Schlutup und Herrenwyk besteht.

Das Büro für Strukturentwicklung, Raumplanung, Verkehrsgestaltung und Marketing - urbanus - führt die Befragung im Auftrag der Abteilung Verkehrsplanung des Bereichs Stadtentwicklung durch. Hintergrund ist ein Bürgerschaftsbeschluß vom 18. Oktober 2001, in dem ein Bericht angefordert worden war, der Aufschluß geben soll, ob Interesse an der genannten Fährverbindung besteht. Der Bericht soll voraussichtlich Ende des Jahres der Bürgerschaft vorliegen.

   

 Ausgabe 282 vom 24.06.2003

Richtfest für neue LHG-Halle

Neue Halle am Terminal Schlutup ist fast 10 000 Quadratmeter groß

Am vergangenen Freitag haben Vertreter der Lübecker Hafen-Gesellschaft gemeinsam mit Vertretern der beteiligten Baufirmen Richtfest für die Halle 33 am Terminal Schlutup gefeiert. In wenigen Wochen schon, im August, soll der Bau abgeschlossen sein.


Der Bau der Halle 33 soll im August abgeschlossen werden; Foto: LHG

Aufgrund der positiven Entwicklung des Umschlags schwedischer Forstprodukte und der zu erwartetenden künftigen Marktchancen hatte sich die Lübecker Hafen-Gesellschaft mbH (LHG) im vergangenen Jahr entschlossen, diese Lagerhalle am Terminal Schlutup zu errichten. Bereits jetzt gibt es auf dem 14 Hektar großen Terminal Lagerhallen mit einer Gesamtfläche von 54 000 Quadratmetern. Die Halle 33 entsteht auf dem ehemaligen, von der LHG gekauften zehn Hektar großen Fabrikgrundstück "Pfleiderer", das an das heutige Terminalgelände angrenzt.

Nach Angaben der LHG betragen die Baukosten für die Halle rund vier Millionen Euro, zudem sind weitere 2,5 Millionen Euro für die Umschlags- und Verkehrsfläche sowie die Gleisanlage aufzuwenden.

Der Neubau hat 9600 Quadratmeter Hallenfläche und 3500 Quadratmeter Vordachfläche. Das Bauwerk wird in Stahlbetonbauweise mit Holzleimbindern erstellt. Es ist 80 Meter tief und 120 lang. Die Tiefe des wasser- und des landseitigen Vordaches beträgt jeweils weitere 15,50 Meter. Architekt ist das Lübecker Büro Schünemann. Die Infrastrukturmaßnahmen werden durch den Bereich Wasser- und Hafenbau der Hansestadt Lübeck in enger Abstimmung mit der LHG durchgeführt. Für die Infrastrukturplanung wurde das Büro Sellhorn aus Hamburg beauftragt.

  

LN 21.6.2003 

Hier wächst der
Hafen in Schlutup

Der Schlutuper Hafen wächst. 40 Millionen Euro werden in die Erweiterung des Terminal in den nächsten Jahren investiert. Gestern wurde Richtfest für den ersten Bauabschnitt gefeiert. Die Halle 33 entsteht auf dem ehemaligen, von der Lübecker Hafengesellschaft gekauften, zehn Hektar großen Fabrikgrundstück „Pfleiderer", das an das bestehende Terminalgelände (14 Hektar) angrenzt. Die Baukosten für die neue Halle betragen ungefähr vier Millionen Euro. Weitere 2,5 Millionen Euro sind für die dazugehörige Umschlags- und Verkehrsfläche aufzuwenden.


Freude beim Richtfest im Schlutuper Hafen: LHG-Prokurist Detlef Kock (v.l.), Polier Jochen Arndt und Terminal-Leiter Karsten Brüning.    (Foto SILZ)

„Wir erwarten noch ganz erhebliche Steigerungen im Papierumschlag", frohlockte LHG-Prokurist Detlef Kock. Um auch weiterhin die gewohnte Qualität gewährleisten zu können, werde die Hauenkapazität von bislang 54 000 Quadratmetern um 25 000 Quadratmeter gesteigert. Die neue Halle, die im August fertiggestellt wird, verfügt über eine Fläche von 9600 Quadratmetern. Das Besondere: Die Holz- und Stahlbetonkonstruktion, die das Lübecker Architektenbüro Schünemann geplant hat, kann ohne weitere Brandschutzwände beliebig erweitert werden. Für Sicherheit im Brandfall sorgt ein offenes Rohrnetz, das wie eine Sprinkleranlage funktioniert.

Am 1994 fertiggestellten Terminal Schlutup wurden im vorigen Jahr insgesamt 1,2 Millionen Tonnen umgeschlagen, davon 1,06 Millionen Tonnen Papier und Zellulose, dies waren rund 15 Prozent mehr als noch im Jahr 2001.

  

 Ausgabe 278 vom 27.05.2003 von Lamp

Ein echter Sportsfreund

Manfred Schulz, l. Vorsitzender des TSV Schlutup


Manfred Schulz ist kürzlich in seiner letzten Amtsperiode gestartet  (Foto: Lamp)

„Ich bin ein geselliger Mensch", beschreibt sich Manfred Schulz mit einer gehörigen Portion Bescheidenheit. Nicht jeder, der das von sich behauptet, schart gleich 1503 Menschen jeden Alters um sich. So viele Mitglieder zählt derzeit der TSV Schlutup mit seinen 15 Sparten. Mittlerweile der siebtgrößte von Lübecks 144 Sportvereinen. Seit 48 Jahren engagiert sich Schulz mit kurzen Unterbrechungen im Vorstand des TSV. Geboren in Berlin, lebt Manfred Schulz seit 1944 in Lübeck-Schlutup - mit voller Überzeugung: „Schlutup hat seinen Dorfcharakter behalten. Jeder kennt jeden." Und so schrieb sich Schulz, „auf allen Bolzplätzen der Gegend zuhause", 1948 mit der ganzen Freundesclique als Mitglied im TSV ein. Sein verbindliches Wesen entdeckte die damalige Vereinsführung bald und verpflichtete den damals 17-Jährigen 1954 als Schriftwart.

Gleichzeitig blieb Schulz aktiver Fußballer und durchlief von der Knabenmannschaft bis zu den Senioren die ganze Skala eines sportlichen Lebenslaufs, der in der höchsten Spielklasse der Senioren spät gipfelte.

„Ich bin kein Mensch, der bei Frust gleich alles hinwirft", hat Manfred Schulz nicht nur im TSV bewiesen. Auch die Fördervereine des Schullandheimes Schlutup sowie der Knabenkantorei, die Lübecker Kegler und einige Vereine mehr profitierten von seiner gewinnenden Art, wie eine ganze Sammlung von Ehrennadeln beweist.

Seine Freunde beim TSV konnten ihn aber in Krisenzeiten immer wieder für sich gewinnen. So wuchs der TSV unter seiner Federführung nicht nur auf die doppelte Mitgliederzahl an. Auch das Sportzentrum Schlutup trägt seine Handschrift im wahrsten Sinne des Wortes. An dem Bau der Anlage hat er selber mitgeholfen trotz seines anstrengenden Berufslebens als international tätiger Industriekaufmann. „Haus und Garten leiden natürlich", räumt Manfred Schulz ein, freut sich dafür, dass Ehefrau Hiltrud ihn tatkräftig im geschäftsführenden Vorstand unterstützt.

Für weitere zwei Jahre ließ er sich kürzlich bestätigen, danach will er „den Verein auch mal nur genießen und etwas mehr reisen." 

  

LN 18./19.05.2003 von Cosima Künzel

Anbaden bis zum Zähneklappern

Die Schwimmflügel prall über die Ärmchen gestülpt, konnte Jan vom Baden nicht genug bekommen. Erst als seine Zähne aufeinander klapperten, war der Zweijährige von Mama Anja Sandmann (38) zu einer Pause zu bewegen. Das knallbunte Baby-Planschbecken war während der Eröffnung des generalüberholten Freibades Schlutup im Palinger Weg der Favorit für die Kinder - und deren Eltern.


Jan (2) und seine Schwester Anna (4)
waren fasziniert von der Rutsche. Auch Mama Anja Sandmann (38) freute sich.

„Darauf haben wir lange gewartet", betonte die 38-Jährige aus Schlutup mit Blick auf Jan und dessen vierjähriger Schwester Anna. Zuvor hätten die Kleinen immer im Fußbecken geplanscht und nie Spaß gehabt.

Zu verdanken ist der etwa elfmal sieben Meter große Tummelplatz für die jüngsten Badegäste auch dem Gemeinnützigen Verein Schlutup. Mit dem Vorsitzenden Jürgen Schreiber an der Spitze haben die Mitglieder im vergangenen Jahr emsig Spenden gesammelt und konnten das Becken mit Schildkröte, Pelikan und Regenbogenrutsche schließlich mit 45 000 Euro unterstützen.

Insgesamt haben die Lübecker Bäderbetriebe rund 844 000 Euro in das Freibad investiert. Den Großteil davon für die neue Wasserreinigungstechnik mit so genannten Schwallwassertanks unter der Rasenfläche. „Die komplette Sanierung war dringend nötig, da in diesem Bereich seit den 50er Jahren nichts gemacht worden ist", betonte Sieglinde Schüssler, Werkleiterin des Bäderbetriebes. Sie äußerte sich stolz und dankbar über das Ergebnis und lobte die Arbeit der Helfer.

Nach den Grußworten von Senator Wolfgang Halbedel nutzten Erwachsene und Kinder den Tag zum Feiern in und rund um die Becken. Ein DJ sorgte für Disco-Stimmung auf dem gesamten Gelände, es gab Schnittchen, Sekt sowie Saft kostenlos und natürlich viel Badespaß im nun „besonders sauberen Wasser". Betriebsleiter Lars Woisin (33) hatte mit seinen Mitarbeitern noch bis kurz vor der Eröffnung alles piekfein gemacht und die Anlage überprüft. „Mit der Technik sind wir jetzt auf dem neusten Stand."

 

Ausgabe 20. Woche vom 15.05.2003

Freibad Schlutup öffnet

844000 Euro verschlang der Umbau der Freizeiteinrichtung

Am Samstag, 17. Mai, ist es soweit: Das sanierte Freibad in Schlutup öffnet seine Pforten. 844 000 Euro investierte die Stadt in eine neue Durchströmungstechnik, neue Überlaufrinnen sowie weitere Sanierungsarbeiten. Möglich wurde dies durch eine Spende in Höhe von 45 080 Euro des Gemeinnützigen Vereins Schlutup. „Bei soviel Geld und Engagement mussten wir einfach handeln", erklärt  Wirtschaftssenator WoIfgang Halbedel, der die Erhaltung der restlichen Freibäder allerdings nicht sicherstellen kann. In Schlutup wird am Samstag trotzdem von 11.30 bis 18 Uhr gefeiert. Für das leibliche Wohl der Gäste ist gesorgt, die Musik kommt von DJ Nils van Dyke. Und geschwommen werden darf natürlich auch. Der Eintritt ist frei.

Freuen sich besonders über das nagelneue Kleinkinderbecken: Werkleiterin Sieglinde Schüssler und Jürgen Schreiber vom gemeinnützigen Verein.

  

 Ausgabe 276 vom 13.05.2003

Freibad Schlutup öffnet mit Fest

Sonnabend baden Gäste in Schlutup nach Sanierung kostenlos

Die Bürgerinnen und Bürger Schlutups haben allen Grund zur Freude: Während in anderen Stadtteilen gefürchtet werden muß, daß Bäder schließen, wird am Sonnabend das rundum sanierte Freibad Schlutup mit einem Fest eröffnet. "Das ist ein besonderes Ereignis für Schlutup", betonte denn auch Senator Wolfgang Halbedel (CDU) bei einer Pressekonferenz. Die marode Anlage wurde nicht nur überholt, sondern hat ein Planschbecken dazu bekommen.


Senator Wolfgang Halbedel,
Sieglinde Schüssler, Manfred Kautzsch, Jürgen Schreiber und weitere Beteiligte  (v. re. n. li.)  schauten sich das Bad bereits an.;    (Foto: N. Neubauer)

Die Entscheidung, das 1958 gebaute Bad auf Vordermann zu bringen und mit zeitgemäßer Technik auszustatten, fiel schon vor zwei Jahren. Das heißt, das Geld war bereits im Haushalt 2001 bereitgestellt worden. Das zusätzliche Becken allerdings ist dem Gemeinnützigen Verein Schlutup zu verdanken, der knapp 40 000 Euro sammelte, die Summe auf 45 000 Euro aufstockte, um es zu finanzieren.

Insgesamt kostete die Sanierung 844 000 Euro. Die Maßnahmen umfassen eine neue Filteranlage, eine Beckendurch-
strömungstechnik, zudem haben Schwimmer- und Nichtschwimmerbecken eine neue Überlaufrinne aus Edelstahl erhalten. Mit der neuen Technik werden wir ausgezeichnetes Wasser bieten können", sagte Sieglinde Schüssler, Werkleiterin des Bäderbetriebs Lübeck. Jürgen Schreiber, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Schlutup, wies daraufhin, daß die Freude über das sanierte Bad groß sei, zumal der Verein in diesem Jahr 100jähriges Bestehen feiere.

Wolfgang Halbedel wird das beheizte Bad im Palinger Weg am Sonnabend gegen 11.30 Uhr der Öffentlichkeit übergeben. Gäste haben freien Eintritt. Es ist ein breites Programm mit Musik und Spielen geplant, zudem gibt es Kaffee, Kuchen und Würste vom Grill. Gegen 18 Uhr endet die Veranstaltung.

Seit gestern ist das Freibad Moisling geöffnet. Beide Bäder sind in der Vorsaison täglich von 12 bis 18 Uhr zugänglich, ab 2. Juni dann von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt kostet für Erwachsene 3,10 Euro, für Kinder 1,55 Euro.

  

  

LN 09.05.2003 von Julia Paulat

Saisonstart mit Sorgen:
Welche Bäder überleben?

Am Sonnabend, 17. Mai, fällt der Startschuss für die Badesaison in Schlutup. Da wird groß gefeiert, "denn das Freibad ist gerade saniert worden. Aber die Zukunft anderer Bäder ist ungewiss.

„Ohne Schließungen werden wir nicht klarkommen", erklärt Wirtschaftssenator Wolfgang Halbedel (CDU). „In diesen Krisenzeiten müssen zwei Hallenbäder reichen." Die Stadt habe schließlich noch nicht einmal genug Geld für den laufenden Betrieb. Knapp vier Millionen Euro muss der Bäderbetrieb jährlich für alle zehn Badeanstalten ausgeben. Geld, das die Stadt zuschießt. Doch damit nicht genug: „In den nächsten fünf Jahren müssen mehr als sechs Millionen Euro investiert werden", so Halbedel. Das hat ein Gutachten ergeben, das die Stadt in Auftrag gegeben hat. Die hohe Summe kommt zustande, weil sich über mindestens ein Jahrzehnt ein Sanierungsstau angesammelt hat.

Dabei ist das Aqua Top, absolutes Sorgenkind der lübschen Bäder, noch gar nicht berücksichtigt. Die Stadt wartet auf das Ergebnis des jüngsten Beton-Gutachtens. Es soll Aufschluss darüber geben, ob das Travemünder Spaßbad im Herbst erneut saniert werden - oder aber geschlossen werden muss. Dabei hat die Stadt schon Millionenbeträge investiert - zuletzt vor allem in die Statik. Das Bad, inzwischen nur noch eingeschränkt nutzbar, verschlingt ohnehin den Löwenanteil der Betriebskosten - bei sinkenden Besucherzahlen. Im Vorjahr wurden nur noch rund 50.000 Besucher gezählt. „Das ist wirtschaftlich eigentlich nicht mehr vertretbar", sagt Sieglinde Schüssler, Werkleiterin des Bäderbetriebes. „Um die Kosten für das Aqua Top wieder 'rein-zubekommen, müsste ich fünf andere Bäder schließen."

Da wurde in den vergangenen Jahren meist nur das Nötigste gemacht. So auch für diese Saison: „In den meisten Anlagen wurde nur das ersetzt, was kaputt gegangen ist", erzählt Schüssler. Die Einrichtungen seien aber „sicher", bekräftigt sie. Größere Arbeiten standen nur in der Sportschwimmhalle St. Lorenz, in der Heizung und Belüftungsanlage erneuert worden ist, und in Schlutup an. „Die Modernisierung war nur möglich, weil die Grundsatzentscheidung bereits vor zwei Jahren gefallen war", erklärt Schüssler. 844.000 Euro sind in dem 1958 eröffneten Bad am Palinger Weg verbaut worden. Unter anderem seien die Technik und die Überlaufrinne komplett erneuert worden.

Dazu gab es großzügige Unterstützung vom Gemeinnützigen Verein Schlutup. Er hatte im Vorjahr fleißig Spenden gesammelt und schließlich 45.000 Euro für ein Kinderplanschbecken zur Verfügung gestellt. Es ist etwa elf mal sieben Meter groß und mit einer Regenbogen-Rutsche, einem bunten Pelikan und einer Schildkröte zum Spielen ausgestattet. „Das Becken ist einmalig in Lübeck", erklärt Schüssler. Man hoffe nun, dass die ohnehin „sehr guten Besucherzahlen" weiter steigen, sagt Halbedel - und verspricht: „Das Bad ist gerettet."

Über die Zukunft der übrigen Einrichtungen muss nun die Bürgerschaft entscheiden. Der entsprechende Bericht soll im Sommer beraten werden. Schüssler schlägt vor, einen Bäder-Bedarfsplan erstellen zu lassen. „Ich würde lieber danach planen, als nach dem jetzigen Zustand der Bäder." So müsse etwa im Kücknitzer Bad, das der Senator bereits auf der Sparliste hatte, von der Technik bis zum Dach alles überholt werden. „Andererseits wird das Bad aber vor allem von Kindern und Sportvereinen sehr gut besucht", hält Schüssler dagegen. Im vergangenen Jahr wurden knapp 67.000 Besucher gezählt.

Schüssler will dennoch alles dran setzen, die Zahlen weiter zu steigern. Einige Einrichtungen könnten besser ausgelastet sein. „Das liegt sicher zum einen am Zustand und der Optik der Anlagen, zum anderen aber auch am Angebot." Sie will die Öffnungszeiten ausdehnen, Wellness-Angebote machen und besondere Veranstaltungen anbieten

Das Freibad in Schlutup wird am 17. Mai eröffnet. Ab 11.30 Uhr ist ein großes Fest geplant - mit buntem Programm. Der Eintritt ist frei.

  

LN 07.05.2003

Schlutup: Gewerbegebiet bringt noch mehr Verkehr

„Es wird immer schlimmer, es muss endlich was passieren!" Die Verkehrsproblematik war das vorherrschende Thema auf der neunten Schlutuper Stadtteilkonferenz. Die Bürger fühlen sich zunehmend vom Durchgangsverkehr gestört. Täglich fahren Pendler und Laster aus Lübeck oder Mecklenburg-Vorpommern durch den Ort. Dass sich das in den kommenden Jahren ändern wird, da sind viele der anwesenden Bürger skeptisch. Die Umgehungsstraße, die B104, bringe die Masse des Verkehrs nicht wie gewünscht aus Schlutup heraus.


Reges Treiben trotz Verkehrsberuhigung: Die Schlutuper befürchten noch mehr Beeinträchtigungen,
sollte das Gewerbegebiet Selmsdorf weiter wachsen.
Foto Maxwitat

Helmut Schünemann, Abteilungsleiter Verkehrsplanung im Bereich Stadtentwicklung, brachte die nächste „Hiobsbotschaft": Bereits ab 2003 wird das in der Kritik stehende Gewerbegebiet Selmsdorf weiter vergrößert. An der B104 wird das Gebiet vor den Toren Schlutups insgesamt um zwölf Hektar auf 25,5 Hektar fast verdoppelt. Ein weiteres Areal südlich der B104 könnte zu einem späteren Zeitpunkt ausgewiesen werden. „Dann gibt's hier ja noch mehr Verkehr", beschwerten sich viele Schlutuper.

Einige verkehrsberuhigende Maßnahmen sind aber laut Schünemann eingeplant. Ein Kreisverkehr vor Schlutup soll Fahrzeuge abbremsen und als Wendemöglichkeit dienen. Die Mecklenburger Straße wird zu Ruhezeiten zu einer Einbahnstraße, die den Verkehr Richtung Lübeck auf die Umgehungsstraße zwingt. Und: Der zweite Teil der B104 soll fertig gestellt werden. Nach den Planungen wird der 4,8 Millionen Euro teure Bau im Herbst 2004 aufgenommen. Zwei Jahre später würde die Bundesstraße dann gänzlich an Schlutup vorbei führen.

Die Reaktion der Konferenzteilnehmer zeigte eindrucksvoll, dass es noch großen Diskussionsbedarf gibt. Wie groß die tatsächliche Belastung durch die Blechlawine ist, machte Manfred Uhlig deutlich. Der Bereichsleiter der Straßenverkehrsbehörde präsentierte Messergebnisse, aus denen die häufigen Geschwindigkeitsübertretungen deutlich wurden: „Es gab von Januar bis August vergangenen Jahres etwa 1500 Beanstandungen." Noch mehr Kontrollen forderten die Schlutuper. Die Polizei hätte viel mehr Verkehrssünder erwischen können, wenn sie öfter in den Abendstunden geblitzt hätte.

  

Ausgabe 274 vom 29.04.2003   Autor: Jan Lindenau

Ehemalige Grenzabfertigung
für Jugendarbeit nutzen

Der Jugendhilfeausschuss hat nunmehr nach langer und intensiver Beratung ein vernünftiges Nutzungskonzept für das seit vielen Jahren weitgehende ungenutzte Zollgebäude in Lübeck - Schlutup gefunden. Er stellt in der Bürgerschaft den Antrag, die nördliche Hälfte der ehemaligen Grenzabfertigungsstelle an den Deutschen Pfadfinderbund zu vermieten, die dort eine Begegnungsstätte für junge Menschen einrichten und betreiben will. Das an dieser Stelle von der CDU geforderte Grenzmuseum haben wir stets abgelehnt, weil der Förderverein Grenzmuseum auch fast dreizehn Jahre nach dem Fall der deutsch-deutschen Grenze und der Überwindung der Teilung Europas kein schlüssiges inhaltliches Konzept vorgelegt hat. Hinzukommt, beim Bundesgrenzschutz besteht bereits eine Ausstellung zur deutschen Grenze. Inhaltliche Überschneidungen sind nicht zu vermeiden. Die Lübecker Befürworter eines Grenzmuseums haben zudem bisher noch kein schlüssiges Konzept für die finanzielle Absicherung der Einrichtung und des laufenden Betriebes vorgelegt. Die Folgekosten müssten aus dem städtischen Haushalt getragen werden. Angesichts der Haushaltsmisere lehnen wir dies ab. Der Alternativvorschlag des Jugendhilfeausschusses ist richtig, weil die Deutschen Pfadfinder als Betreiber die Folgekosten (Kosten der Unterhaltung, Personalkosten) tragen wollen und damit der Haushalt der Stadt nur gering belastet wird. Gut ist auch, dass damit die ehemalige Grenzabfertigung, wie der Bundesvermögensverwaltung gegenüber vertraglich zugesagt, auch der Jugendarbeit zugute kommt. Anderenfalls droht aufgrund der geschlossenen Verträge eine Nachzahlung von 65 000 Euro. Das gesamte Gelände wird damit einer Nutzung zugefügt, die Jugendlichen aus dem gesamten Ostseeraum die Möglichkeit zu Begegnung und Gedankenaustausch bietet.

  

Ausgabe 274 vom 29.04.2003   Autor: Ingrid Schatz

IGS-Schlutup: Teurer Erweiterungsbau gestoppt, günstige Sanierung forcieren

Wir haben den 1,85 Millionen Euro teuren Ausbau der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Schlutup gestoppt. Die CDU-Fraktion ist sich der Verantwortung für die bestehende Gesamtschule und deren Schülerinnen und Schüler bewusst. In der Gesamtschule Schlutup ist ein derartig kostenintensiver Anbau von 1,85 Mio. Euro nicht notwendig. Jede Klasse besitzt einen Stammklassenraum, es bestehen Engpässe im Bereich der Fach- räume sowie ein Ausstattungs-defizit. Mit dem Engagement, der Phantasie und Flexibilität aller Beteiligten lässt sich eine Sanierung der Schule durchaus realisieren.

Veränderte Bedingungen im Haushalt erfordern ein gewisses Augenmaß und die Übernahme von Verantwortung. In Kürze werden wir Gespräche führen, um im Rahmen des Bestandes durch Umnutzungen und die Bereitstellung von Mitteln für einen reibungslosen Ablauf des Unterrichts mit einer modernen Ausstattung zu sorgen.

Die CDU hat keinesfalls die Absicht die Gesamtschulen, abzuschaffen. Doch eine Bevorzugung der Gesamtschulen gegenüber anderen Schularten gleicher Schulstufe, wird es mit den Christdemokraten nicht mehr geben. Insofern wird ein gerechter Verteilerschlüssel für die Haushaltsmittel der Schulen erarbeitet und beschlossen werden. Alle anstehenden Probleme in den Schulen unserer Stadt werden Schritt für Schritt und mit dem Blick auf das Machbare im Dialog gelöst werden.

Die CDU-Fraktion wird dafür sorgen, dass die Bedingungen für die Kinder und jungen Menschen in den Schulen stetig verbessert wird und angemessene Arbeitsbedingungen für die wichtige Arbeit der Lehrkräfte herrschen.

  

Ausgabe 274 vom 29.04.2003

IGS Schlutup: CDU stoppt Ausbau

Der geplante Ausbau der IGS Schlutup ist gestoppt. Die Bürgerschaft stimmte mit 28 Stimmen bei 20 Gegenstimmen für einen entsprechenden Antrag der CDU.

"Die Fachräume sind notwendig. Ohne vernünftige Räume ist kein vernünftiger Unterricht möglich", sagte Anne Schellin vom Stadtschülerparlament. Sie kritisierte in der Bürgerschaft, dass die Parteien im Kommunalwahlkampf noch versprochen hätten, bei Schulen nicht kürzen zu wollen. Die Fürsprache der Schülerin nützte nichts. Während Christopher Lötsch noch beteuerte, "die CDU bremse Gesamtschulen nicht aus", zweifle aber an der Raumnot, die in der Gesamtschule herrsche, stellte Ingrid Schatz unmissverständlich klar: "Die CDU-Fraktion ist nicht von dem Konzept der Gesamtschule überzeugt." Sie sehe keinen Bedarf an zusätzlichen Räumen. "Ich denke mal, der große Anbau muss nicht sein."

Gabriele Schopenhauer (SPD) nannte den Stil der CDU-Fraktion "unglaublich". In einer Sitzung des Schulausschusses im vergangenen Sommer seien sich noch alle Parteien über den Ausbau einig gewesen, und nun folge der Beschluss, den Bau zu stoppen. Sie warf der CDU vor, ein Exempel zu statuieren, "ausgerechnet an einer Schule, die sich der Integration behinderter Kinder stellt".

Peter Fick (CDU) sagte, es gehe darum, endlich ein Korrektiv gegenüber Rot/Grün zu schaffen. Rot/Grün habe jahrelang die Gesamtschulen bevorzugt. "Wir wollen das ganze auf ein reales Maß der Gleichbehandlung der Schulen zurückführen." Angesichts der emotional geladenen Debatte plädierte Schulsenatorin Annette Borns (SPD) dafür, die Entscheidung zu verschieben, konnte sich mit ihrem Vorschlag aber nicht durchsetzen.

  

Ausgabe 272 vom 15.04.2003

KurzNotiert

Die Schlutuper SPD hat einen neuen Vorstand. Auf der jüngsten Jahreshauptversammlung wurden Harald Quirder als Vorsitzender, sein Stellvertreter Klaus Findt und Beisitzer Peter Biedermann bestätigt. Neu sind Kassiererin Anne Mewes und Beisitzer Sven Quirder. Anne Mewes ist weiterhin Schriftführerin.