Presseberichte aus dem Jahr 2007 (Juni - Sepember):            [ zurück ]  
Fische und Pfanne als Zeichen der Schlutuper 
Hansestadt baut eien neuen Parkplatz
Spielplatz in Schlutup eingeweiht
So leer ist Schlutups Wochenmarkt

Alte Mühle in Schlutup ist jetzt Tempo 30-Zone
Schlutup feiert seine Willy-Brand-Schule
IGS Schlutup: Neue Räume und neuer Name 
  

 

LN 11.9.2007 von ov

Fische und Pfanne
als Zeichen der Schlutuper

Fischereizeichen, Bratpfanne und die Jahreszahl 1225 - nicht viel an Information. Mit etwas Nachdenken erschließen sich aber dadurch wichtige Dinge über den Stadtteil Schlutup. Diese Zeichen prangen auf einer Symbolwand, die auf Initiative von Schlutuper Bürgern an der Kreuzung von Wesloer Straße und Mecklenburger Straße aufgestellt wurde. „Unsere Idee war, Menschen, die hier durchkommen, auf unseren Ort aufmerksam zu machen", sagt Initiator Hans-Wilhelm Steffen. „In vielen Orten gibt es schließlich irgend etwas schönes mit Symbolwert, eine bepflanzte Verkehrsinsel, Schilder oder ähnliches."
10 000 Euro haben sich die Schlutuper ihren neuen Hingucker kosten lassen. Die Bratpfanne mit den drei Fischen steht übrigens dafür, dass Schlutup einmal die „Fischbratküche Deutschlands" war. „Das weiß
kaum noch einer", sagt Steffen. Das Fischereizeichen steht für die vielen Fischer, die im Ort ansässig waren, und die Worte „Slut Up" (schließ auf) stehe für den Wunsch vieler an der innerdeutschen Grenze, die in Schlutup endete. „Ich fand es schade, dass Schlutup, außer dem Grenzstein zur deutschen Teilung, seiner eigenen Geschichte bisher kein zentrales Zeichen gewidmet hatte. "

Die Symbolwand, die Maurermeister Werner Lopitz gebaut hat, kann sogar noch mehr. Sie ist beleuchtet und verfügt über eine Vorrichtung für einen Weihnachtsbaum.


Wollen mit der Symbolwand an die Geschichte Schlutups erinnern
(von links nach rechts): Werner Lopitz, Hans-Wilhelm Steffen,
Barbara Steffen, Jürgen Wiechmann und Günter Steffen. Foto: Vogt

 

LN 21.7.2007

Hansestadt baut neuen Parkplatz

Die Hansestadt plant im Schlutuper Krümmling den Bau eines Parkplatzes. Wie das Baudezernat mitteilt, wird Anfang August mit den Arbeiten in der Wendeanlage der Straße begonnen. Bauende wird noch vor Beendigung der Sommerferien sein, so dass der Schul- und Sporthallenverkehr nicht beeinträchtigt wird. Geplant ist eine Parkplatzanlage von insgesamt 15 Stellplätzen.

Neuer Name, neue Räume, großer Tag für die Integrierte Gesamtschule Schlutup: Mit einem bunten Programm feierten Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste die Umbenennung.

 

  HL- live.de   Die schnelle Zeitung für Lübeck vom 12.07.2007

Spielplatz in Schlutup eingeweiht

Durch die finanzielle Unterstützung der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck und der Possehl-Stiftung konnte am Donnerstag der Spielplatz am Segelhafen in Schlutup eingeweiht werden. Die Kleinen des kirchlichen sowie des städtischen Kindertagesstätte nahmen das Areal alsbald in Beschlag und testeten die neuen Spielgeräte auf ihre Belastbarkeit.

"Dies ist der bereits der dritte Spielplatz in Lübeck, der grundüberholt wurde", erörterte Bausenator Franz-Peter Boden. Davon, dass die beiden Stiftungen mit ins Boot geholt wurden, könnten die Kinder und auch die Hansestadt profitieren. Veranschlagt waren für die Neugestaltung zunächst 27.000 Euro. "Doch es wurde etwas günstiger", berichtet Jürgen Schreiber, 1. Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Lübeck-Schlutup e. V. "Wir sind mit 24.000 Euro ausgekommen." Die Sparkassenstiftung gab 15.000 Euro, die Possehlstiftung 7.500 Euro zur Umgestaltung, der Rest wurde aus der Stadtkasse finanziert.

Mit einem Augenzwinkern sagte Hans-Peter Süfke, Vorsitzender der Gemeinnützigen Sparkassenstiftung zu Lübeck, in Richtung Dr. Helmut Pfeifer, Vorsitzender der Possehlstiftung: "Es ist schön, dass die Sparkassenstiftung mal mehr gibt als die Possehlstiftung." Die Stiftungen würden gern helfen, wo es finanzielle Löcher zu stopfen gibt, wenn damit beispielsweise Kindern eine Freude gemacht werden könne. Dr. Helmut Pfeifer ergänzt: "Wir wollen die Vereine in den Vorstädten Lübecks fördern, denn es gibt nur ein Vorankommen, wenn gemeinnützige Bürgerbewegungen gibt, die sich um das Schicksal der Bewohnerinnen und Bewohner in den einzelnen Stadtteilen kümmern." Die Possehlstiftung sei dabei immer bereit zu helfen.

Der Spielplatz in Schlutup wurde grundüberholt.

 Foto: J.Wiechmann

 

LN 5.7.2007 von Sebastian Prey

So leer ist Schlutups Wochenmarkt

Jahrelang haben die Schlutuper für einen Wochenmarkt in ihrem Stadtteil gekämpft. Doch der Markt besteht nur noch aus einem Stand.

  

Verloren steht der Verkaufswagen von Regine Groß auf dem Schlutuper Markt. Die 49-Jährige aus Siems ist quasi der Schlutuper Wochenmarkt. „Es ist traurig, aber wahr. Wir sind hier die letzten Mohikaner", berichtet die Fischhändlerin. Doch so einsam fühlt sich Groß nicht. Schließlich kann sie sich - oder genauer gesagt ihr Sohn Jan, der sonst immer den Schlutuper Markt am Mittwochmorgen ansteuert - auf ihre Kundschaft verlassen. „Die Schlutuper sind Fischesser, deshalb funktioniert auch unser Angebot", erzählt Groß.

Den Niedergang des erst vor zwei Jahren wieder etablierten Wochenmarktes hat auch Werner Paul (70) beobachtet. „Das sah hier mal anders aus", erinnert sich Paul noch an die Anfangszeit. Obst, Gemüse, Backwaren, Käse- und Milchprodukte, Blumen sowie Gewürze und Tee gehörten zum Angebot. Doch die Schlutuper, die in den ersten Monaten das neue Angebot noch dankbar nutzten, machten mehr und mehr einen Rückzieher. Einen richtigen Grund für den Kundenschwund konnte bislang niemand nennen. Stadtsprecher Matthias Erz: „Es ist uns ein Rätsel." Dass immer mehr Beschicker sich aus Schlutup verabschiedet haben, sei natürlich insgesamt nicht förderlich. „Weniger Stände bedeuten weniger Kunden und dann noch weniger Stände", berichtet Erz. Die Situation erinnert ein wenig an den Koberg. Auch dort hatte man versucht, einen neuen Wochenmarkt zu etablieren. Von anfangs 20 Ständen blieb nach nur einem Jahr lediglich ein Obst- und Gemüsestand übrig. Der hielt immerhin noch vier Jahre als Einzelkämpfer durch.

„Es wäre schon gut, wenn ich jetzt hier noch frisches Obst bekommen könnte", sagt Marlis Schreiber, die zwei Lachssteaks bei Regine Groß einkauft. Ihr Mann Jürgen Schreiber, Vorsitzender des Gemeinnützigen Vereins Schlutup, bezeichnet die aktuelle Situation des Marktes als „beschämend". Auch Kundin Renate Mädler ist enttäuscht. „Ich kann es nicht verstehen, warum die Leute nicht kommen. Das Frischeangebot war doch gut", sagt die 70-Jährige, die auf alle Fälle weiterhin mittwochs dem Fischstand die Treue halten will.

Das hört Regine Groß natürlich gern. Ihren abtrünnigen Markt-Kollegen kann sie aber keine Vorwürfe machen. „Wenn es sich nicht rechnet, dann kann ich auch verstehen, dass der Schlachter nicht noch extra den weiten Weg aus Bad Segeberg auf sich nimmt", so Groß, die auch im Verband der Marktkaufleute aktiv ist und auf eine Trendwende setzt. „Laut einer Studie sind die Wochenmärkte in den USA wieder im Kommen. Die Leute haben dort keine Lust mehr auf die Einkaufszentren. Dieses Denken ist auch bei uns mehr und mehr verbreitet", frohlockt die 49-Jährige.

Laut Stadtsprecher Erz will man den Wochenmarkt in Schlutup unbedingt halten. „Die Situation ist nicht schön, aber die Mittwochsmärkte sind generell schwach besucht", so Erz, der eine Akquise-Offensive ankündigt, um das Angebot in Schlutup wieder attraktiver zu machen. „Wir können aber auch keine Händler dorthin prügeln.".

Der Wochenmarkt in Schlutup besteht nur noch aus dem Verkaufswagen von Fischhändlerin Regine Groß. Die anderen Marktbeschicker haben enttäuscht aufgegeben.      Fotos: Lutz Roessler

 

HL- live.de   Die schnelle Zeitung für Lübeck vom 19.06.2007

Alte Mühle in Schlutup ist jetzt Tempo 30-Zone

Für Montag, 18. Juni 2007, ist die Einrichtung einer weiteren Tempo 30-Zone im Lübecker Stadtgebiet, und zwar in der Straße "Alte Mühle" in Schlutup vorgesehen.

Nach der Einbeziehung der Kalkbrenner- und Kahlhorststraße in die Tempo 30-Zone "Friedrichstraße" Anfang Mai sind mit der neuen Zone "Alte Mühle" die zusammenhängenden Wohngebiete des Lübecker Stadtgebietes nahezu flächendeckend geschwindigkeitsreduziert und damit sicherer für alle Verkehrsteilnehmer und ruhiger für die Anwohner ausgewiesen.

Nach der Beschilderung als Tempo 30-Zone wird in Kürze auch die ergänzende Markierung des 30-Piktogrammes erfolgen.

 

LN 13.6.2007 von dor

Schlutup feiert seine neue
Willy-Brandt-Schule

Neuer Name, neue Räume, großer Tag für die Integrierte Gesamtschule Schlutup: Mit einem bunten Programm feierten Schüler, Lehrer, Eltern und Gäste die Umbenennung.

Schulsenatorin Annette Borns (SPD) taufte die Einrichtung am Meilenstein in Schlutup auf den Namen „Willy-Brandt-Schule". Der Namensgebung war ein Findungsprozesse vorausgegangen, den Borns als vorbildlich lobte: „Eine solch offene, solidarische und sachliche Debatte wie in der Schulkonferenz habe ich bisher nur sehr selten erlebt."

Die Senatorin machte in ihrer Rede keinen Hehl daraus, dass sie in Schultypen wie dem Schlutuper die Zukunft sieht. Lübeck könne es sich nicht länger leisten, an den Gesamtschulen mangels Kapazität jedes Jahr 400 Schüler abzulehnen. Die von der Kieler Landesregierung entwickelte Gemeinschaftsschule werde sich durchsetzen.

Schulleiter Georg Schopenhauer erinnerte daran, wie sehr Schüler und Lehrer unter den desolaten Zuständen vor dem Ausbau gelitten hätten. Grund: Die CDU-Mehrheit im Rathaus hatte Ausbaupläne gestoppt. Erst am 27.Mai 2004 beschloss die Bürgerschaft die Modernisierung der Lehranstalt. Für 890 000 Euro wurden neue Pavillons errichtet, für 640 000 Euro Fachräume erneuert. „Jetzt haben wir geeignete Lernbedingungen", . freute sich Schulleiter Schopenhauer.

Dr. Jürgen Lillteicher, Leiter des künftigen Willy-Brandt-Hauses in der Königstraße, lud die Pennäler zu einem Gedankenaustausch ein. „Ich freue mich, dass bald zwei Einrichtungen in dieser Stadt an Willy Brandt erinnern", so Lillteicher. Ziel der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung sei es, den dritten Lübecker Nobelpreisträger verstärkt ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Schulsenatorin Annette Borns (SPD) und Schulleiter Georg Schopenhauer mit dem neuen Namensschild.
Foto: Neelsen

 

HL- live.de   Die schnelle Zeitung für Lübeck vom 13.06.2007

IGS Schlutup: Neue Räume und neuer Name

Am Dienstag, 12. Juni 2007, hat Lübecks Schulsenatorin Annette Borns die modernisierte IGS Schlutup auf den Namen "Willy-Brandt-Schule" getauft. Damit trägt die vor rund zehn Jahren als Integrierte Gesamtschule (IGS) Schlutup der Hansestadt Lübeck nun den Namen des gebürtigen Lübeckers, Friedensnobelpreisträgers und Bundeskanzlers Willy Brandt.

Die IGS Schlutup ist zum Schuljahr 1996/1997 aus der bis dahin im Stadtteil Schlutup ansässigen Haupt- und Realschule Schlutup hervorgegangen. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur neuen Namensgebung wurden zugleich der neue Pavillon sowie die Modernisierungsmaßnahmen innerhalb des Schulgebäudes eingeweiht beziehungsweise vorgestellt. Im Pavillonneubau wurden zwei Werkräume mit Nebenräumen sowie zwei Ganztagsräume geschaffen.

Hintergrund der Umbenennung der IGS ist das zehnjährige Bestehen dieser Schule. Mit Schulkonferenzbeschluss vom 4. Dezember 2006 wurde die Umbenennung in "Willy-Brandt-Schule, Integrierte Gesamtschule der Hansestadt Lübeck", beim Schulträger beantragt. Die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck nahm am 22. Februar 2007 den Vorschlag zur Namensänderung der IGS Schlutup einstimmig an. Am 14. März 2007 hat schließlich das Ministerium für Bildung und Frauen des Landes Schleswig-Holstein den Antrag des Schulträgers auf Umbenennung der IGS Schlutup in Willy-Brandt-Schule genehmigt. Im Rahmen der Feierlichkeiten zur neuen Namensgebung der Schule sprach deshalb Dr. Jürgen Lillteicher, als Vertreter der Bundeskanzler-Willy-Brandt-Stiftung und künftiger Leiter des Willy-Brandt-Hauses Lübeck, ein Grußwort.

Die Modernisierung beschloss die Bürgerschaft in der Sitzung vom 27. Mai 2004: Danach sollte am Standort "Beim Meilenstein" der jetzigen Willy-Brandt-Schule ein Neubau mit zwei Werkräumen, einem Maschinenraum, einem Materialraum sowie zwei Räumen für die Ganztagsschule geschaffen werden. Die Schule hatte damals nur einen unzureichend großen Werkraum im Hofgebäude. Die Maschinen- sowie Materialräume fehlten gänzlich. Neben den nur schwer zu gewährleistenden Sicherheitsstandards konnten der Werkunterricht, die Ganztagsaktivitäten sowie die Berufsvorbereitung im technisch-handwerklichen Bereich nicht in dem erforderlichen Umfang durchgeführt werden. Die im Mai 2005 vorgelegte Kostenschätzung für den Pavillonneubau bezifferte die Gesamtinvestitionskosten auf rund 890.000 Euro. Die Haushaltsmittel hierfür wurden in den Haushaltsjahren 2005 mit 500.000 Euro sowie 2006 mit 389.000 Euro bereitgestellt.

Nach dem Abbruch des Hofgebäudes auf dem Schulhof "Beim Meilenstein" im Februar 2006 begannen im August 2006 an gleicher Stelle die Fundamentarbeiten für den Pavillonneubau. Anfang September 2006 erfolgte der Aufbau der im Werk vorgefertigten Holzrahmenbauwände, dem sich der Innenausbau des Pavillons anschloss. Im Dezember 2006 war der Pavillonneubau fertig und wurde Anfang 2007 zur schulischen Nutzung freigegeben. Derzeit werden die beiden Ganztagsräume als Klassenräume genutzt, da während der Bauphase ein Altpavillon der Schule aus statischen Gründen gesperrt werden musste.

Zeitgleich mit dem Beschluss zur Erstellung eines Neubaus für Werk- und Ganztagsräume an der Willy-Brandt-Schule hatte die Bürgerschaft der Hansestadt Lübeck auch ein Konzept zur Modernisierung und Verbesserung der Fachraum- und Fachausstattungssituation der damaligen IGS Schlutup im Rahmen der vorhandenen Gebäude beschlossen. Diese Baumaßnahmen, die die Erneuerung des Physikraumes, die Schaffung eines Biologieraumes, die Versetzung von Wänden zur Schaffung gleich großer Klassenräume sowie verbesserte Brandschutzmaßnahmen beinhalteten, erfolgten bereits im Jahr 2005. Das kostete rund 640.000 Euro. Durch die Einweihung des Pavillons am Dienstag ist die damals begonnene Modernisierung an dieser IGS vollendet.

Senatorin Annette Borns übergab die Tafel mit dem neuen Namen an Schulleiter Georg Schopenhauer.
Fotos: VG