SPORTHALLE SCHLUTUP


Bau-Chronik      Bau-Fotos

Presseberichte vom Bau der Sporthalle
1986 - 1992      1993      1994 - 2000


  
Presseberichte aus dem Jahr :  

 
08.01.1986 : Sportsenator für Halle in Schlutup 
26.11.1991 : Sporthalle Schlutup ist keine Zukunftsmusik mehr 
28.11.1991 : Talent zum Anbaggern 

05.03.1992 : Das Ziel ist erreicht 
02.04.1992 : Grundstein für die neue Sporthalle Schlutup gelegt 
03.09.1992 : Ein Förderverein setzt sich für den Bau der Schlutuper Sporthalle ein 
08.12.1992 :
Neue Sporthalle beeindruckt schon im Rohbau 
 


 

Aus Lübecker Nachrichten HL-21 vom Mittwoch, 8. Januar 1986
Bericht von LuZ

Sportsenator für Halle in Schlutup

"Absolute Priorität" hat Sportsenator Wolfgang Halbedel (FDP)
dem Bau einer Sporthalle im Ortsteil Schlutup eingeräumt.

In dem Ortsteil gibt es bis jetzt keine vernünftige Sporthalle (die LN haben darüber berichtet). Im Investitionsplan für 1988 ist zwar der Bau einer Halle veranschlagt, "ich will aber versuchen, daß wir dieses Projekt vorziehen", so Halbedel. Es könne nicht angehen, daß Schlutup mit seinen vielen Vereinen auch heute noch über keine vernünftige Halle verfüge. "Ich habe den Bürgern dort gesprochen und werde alles dafür tun, um dort eine Halle hinzubekommen", meinte der Sportsenator.

 

Aus Lübecker Nachrichten HL-13 vom Dienstag, 26. November 1991
Bericht von Wr - Foto von Jo Marwitzky

Sporthalle Schlutup ist keine Zukunftsmusik mehr

Gestern mittag erfolgte der erste Spatenstich am Krümmling

Mit einem symbolischen ersten Spatenstich gaben Schulsenator Ulrich Meyenborg und Sportsenatorin Anke Horn gestern mittag das Startzeichen für den Bau der Sporthalle Schlutup im Krümmling. Dort wird eine Drei-Felder-Halle mit einer Spielfeldgröße von 22 mal 44 Metern entstehen. Der Grundstein wird voraussichtlich im Januar gelegt werden können.

Für die anwesenden Vertreter örtlicher Schulen, Parteien und Vereine war es ein großer Augenblick, als der kräftige Bagger auf der Brachefläche begann, das Gestrüpp herauszureißen. Die Schlutuper hatten sich schon lange gegenüber anderen Stadtteilen benachteiligt gefühlt, weil sie keine angemessene Sporthalle hatten. Und lange Zeit war unklar, ob die städtischen Entscheidungsgremien an der Priorität für die Halle Schlutup auch festhalten würden (siehe auch untenstehende Chronologie).

Sehr zufrieden gab sich gestern auch Peter Biedermann als Vorsitzender des Fördervereins Sporthalle Schlutup. Dieser Verein hat sich der Aufgabe verschrieben, einen Zuschuß in Höhe von 60 000 Mark durch Spendeneinnahmen aufzubringen, ohne den der Bau von Tribünenplätzen nicht hätte berücksichtig werden können.

Die Höhe der Gesamtbaukosten liegen bei 6,4 Millionen Mark. Das Unternehmen verteuert sich durch den tiefen Bodenaushub. Aus Gestaltungsgründen muß die Halle drei Meter tief in den Boden gebaut werden. Der Aushub darf jedoch nur auf eine Deponie verbracht werden, da er aller Voraussicht nach durch eine ehemals an diesem Ort gelegene Abpackfirma für Pflanzenschutzmittel verseucht ist.

Das großzügig geplante Foyer ist für eine Mehrzwecknutzung bestimmt. Die Vertreter der Schlutuper Schulen und Vereine zeigten sich sehr erfreut, daß mit der Realisierung des Projekts die örtlichen Engpässe auf sportlichem Gebiet nun doch einem Ende entgegengingen.


Schulsenator Ulrich Meyenborg tat gestern den symbolischen ersten Spatenstich auf dem Gelände,
auf dem nun rund zweieinhalb Jahre gebaut werden wird.

Der Weg zum Baubeginn

Januar 1984:
SPD-Ortsverein beschließt Engagement für eine Sporthalle in diesem Stadtteil.

März 1984:
SPD-Kreisparteitag beschließt: Umgehend Planungsbeginn für Sporthalle Schlutup.

Herbst 1984:
1. Planungsmittel für 1988 vorgesehen. August 1987: Gründungsversammlung Förderkreis Schlutuper Sporthalle.

April 1988:
Ingeborg Sommer kündigt bei der Jahresversammlung des Turn- und Sportbundes in Vertretung für Anke Horn-den langersehnten Sporthallenbau in Schlutup an.

Frühjahr 1989:
Schulsenator Lund: Schlutuper Halle steht nicht in Konkurrenz zu berufsbildenden Schulen.

Sommer 1989:
Der Förderkreis will insgesamt 100 000 Mark als Zuschuß für Tribünen aufbringen.

Sommer/Herbst 1989:
Berufsschulen sind gegen Vorzug der Schlutuper.

August 1990:
Förderkreis wandelt Status zum Förderverein e. V. um.

Dezember 1990:
Haushaltsbeschluß in Bürgerschaft verschoben auf Januar 1991. Senatoren Meyenborg und Horn auf Schlutuper Weihnachtsmarkt: Halle wird gebaut, September 1991 Baubeginn.

März 1991:
Tribünen werden auf 60 000 Mark veranschlagt.

Mai 1991:
Förderverein beschließt volle Übernahme der Tribünenkosten.

August 1991:
Nochmalige Überplanung zur Kostenreduzierung.

September 1991:
Bauausschuß beschließt erste Ausschreibungen und Auftragsvergaben.

 

Aus Lübecker Wochenspiegel vom 28. November 1991
Bericht und Foto von bb

Talent zum „Anbaggern"

Ulrich Meyenborg bewies am Montag Talent zum „Anbaggern" - technisch gesehen. Zusammen mit Sportsenatorin Anke Horn gab Lübecks Schulsenator den Startschuß für den Bau der neuen Schlutuper Sporthalle, indem er mit einem Bagger ein großes Stück Erde ans dem Baugrund hob.

Am Krümmling wird eine Drei-Felder-Sporthalle mit einer Spielfeldfeldgröße von 22 mal 44 Metern und einer Höhe von sieben Metern entstehen. Das Hochbauamt rechnet für Ende 1992/Anfang 1993 mit der Fertigstellung des Baus.

6,4 Millionen Mark sind veranschlagt. Die hohen Baukosten sind unter anderem darauf zuückzuführen, daß die Halle aus gestalterischen Gründen drei Meter tief in den Boden gesenkt wird und der Erdaushub zu einer Deponie transportiert wird. Man nimmt an, daß der Boden durch einen früher an dieser Stelle befindlichen Abpackbetrieb für Pflanzenschutzmittel verseucht ist.

Die neue Halle bedeutet nicht iur für die Schlutuper Schulen eine wesentliche Verbesserung des Sportunterrichts, auch der TSV Schlutup und die umliegenden Vereine können angesichts der bald entspannten Hallensituation aufatmen. Bei der Planung wurden auch die Bedürfnisse von Rollstuhlfahrern nicht vergessen.

Zuschüsse erhielt die Stadt aus Landes- und Bundesmitteln, ein Zuschuß des Fördervereins Schlutuper Sporthalle finanziert 200 Tribünenplätze.


„Da sieht man mal, was ein Senator auch machen kann, wenn er arbeitslos wird",
so Meyenborg nach getaner Arbeit.

 

 

Aus Lübecker Wochenspiegel vom 5. März 1992
Bericht und Foto von bb

Förderverein Schlutuper Sporthalle" hat über 47.000 Mark zusammen

Das Ziel fast erreicht

Mit knapp 3.500 Mark Reinerlös aus dem vierten Schlutuper Weihnachtsmarkt verfügt der Förderverein „Schlutuper Sporthalle" jetzt über 47.000 Mark. Das ist ein Großteil der Summe, mit der die Tribünen der neuen Halle finanziert werden sollen.

„Wir sind unserem gesetzten Ziel - eine Finanzierungszusage in Höhe von 60.000 Mark - damit ein großes Stück näher gekommen", äußerte sich Förderverein-Vorsitzender Peter Biedermann erfreut über das erneut gute Ergebnis des Weihnachtsmarktes. Die vier Märkte brachten nach Abzug aller Unkosten zusammen 12.000 Mark auf die Sonderkonten, zudem spendete ein Lübecker Unternehmer eine größere Summe.

Der Vorsitzende dankte allen Beteiligten, besonders auch den Lehrern und Schülern der beiden Schlutuper Schulen, für ihren Beitrag zum Gelingen des Weihnachtsmarktes. Bei den Mitgliedern des Fördervereins herrscht große Zuversicht, daß die Grundsteinlegung für den Hallen-Neubau noch Ende März erfolgen kann. Biedermann: „Wir rechnen dann im Herbst mit dem Richtfest und im Frühjahr '93 mit der Fertigstellung".


Noch im kommenden Monat soll's losgehen:
Das Gelände am Schlutuper Krümmling wartet auf die Grundsteinlegung.

 

Aus Lübecker Nachrichten HL-20 vom Donnerstag, 2. April 1992
Bericht von Wr - Foto von Wiemer

Grundstein für die neue Sporthalle Schlutup gelegt

Umweltgerechte Planung: Regenwasser für Sanitärbereich

Mit den traditionellen drei Hammerschlägen setzte Bausenator Dr. Volker Zahn gestern den Grundstein für die langerwartete Sporthalle Schlutup. Schulsentor Ulrich Meyenborg und Sportdezernentin Anke Horn waren zufrieden: Endlich geht's los mit dem Hallenbau.

Die Halle wird dem Sportunterricht der Grund-, Haupt- und Realschule Schlutup dienen, soll aber auch die langgehegten Wünsche der Sportvereine aus diesem Stadtteil nach einem angemessenen Betätigungsort erfüllen.

Bei dem Bau handelt es sich um eine sieben Meter hohe Halle in den Abmessungen von 22 mal 44 Meter mit Foyer, Umkleiden und Sanitäreinrichtungen sowie Geräteraum. Die Planungen entsprechen den Anforderungen an eine behindertengerechte Nutzung. Zunächst hatte der Entwurf für die Halle keine Tribünen vorgesehen - aus Gründen zu hoher Kosten. Das rief aber die Enttäuschung der Schlutuper hervor, die schließlich ihren Lokalmatadoren auch einmal zuschauen wollten. Es gründete sich ein Förderverein Schlutuper Sporthalle zur Tribünenfinanzierung, so daß nun doch eine ausziehbare Tribüne realisiert werden kann.

Eine Besonderheit des Baus berücksichtigt modernste Umweltgesichtspunkte: Eine Rückgewinnungsanlage fängt das Regenwasser auf und führt es der Toilettenspülung zu. Die Gesamtbaukosten für das Hallenprojekt, wofür in Planung und Bauleitung das Lübecker Hochbauamt verantwortlich ist, belaufen sich auf etwa 6,4 Millionen Mark. Die ersten Wettkämpfe dürften in dieser neuen Halle im Frühjahr 1993 angepfiffen werden.

Senatstrio bei der Grundsteinlegung
(von links):
Volker Zahn,
Anke Horn und
Ulrich Meyenborg.

 

Aus Lübecker Wochenspiegel vom 3. September 1992

Eine Lobby für den Sport im ehemaligen Fischerdorf

Ein Förderverein setzt sich für den
Bau der Schlutuper Sporthalle ein

Der „Förderverein" - ursprünglich zunächst als „ Förderkreis" auf Initiative des SPD-Ortsvereins Schlutup gemeinsam mit seinerzeit führenden Vertretern des TSV Schlutup und dem Gemeinnützigen Verein Schlutup 1987 gegründet - hatte sich zum Ziel gesetzt, den von den Schlutupern bereits seit Jahrzehnten geforderten Bau einer zeitgemäßen Sporthalle voranzutreiben.

Vorausgegangen waren Aussagen Lübecker Senatoren auf einer Bürgerversammlung der Schlutuper Sozialdemokraten über fehlende Haushaltsmittel und - im Gegensatz zu der Jahre zuvor in Travemünde gebauten Halle - auch mangelnder Lobby für ein derartiges Projekt in Schlutup.

Durch die rührigen Aktivitäten des Förderkreises gewann dieser sehr schnell durch weitere Beitritte örtlicher Vereine und Organisationen, aber auch von Firmen und Privatpersonen, rasch an Bedeutung.

1990 wurde der Förderkreis in den heutigen Förderverein, unter dem Vorsitz des Förderkreisgründers Peter Biedermann, umgebildet.

Der Gründungsvorstand wurde neben den bereits im Förderkreis aktiven Funktionsträgern, um die Rektoren beider Schlutuper Schulen erweitert und die Gemeinnützigkeit des neuen Vereins beantragt. Die bereits sehr erfolgreiche Zusammenarbeit mit den zuständigen Kommunalpolitikern und der Verwaltung wurde in der Folgezeit intensiv fortgesetzt.

Durch zahlreiche Aktivitäten wie z. B. Spendenaufrufen, Veranstaltungen wie die Schlutuper Weihnachtsmärkte - für deren Schirmherren jeweils Bürgermeister Bouteiller und Schulsenator Meyenborg gewonnen wurden -, als auch Sportabzeichenaktionen mit den Schulen, fand der Förderverein weitere positive Resonanz, so daß die Sporthallenplanung endlich auf den Weg gebracht werden konnte.

Neben der generellen Zusage zum Hallenneubau selbst konnte auch das erweiterte Konzept des Fördervereins nach einer zeitgemäßen Sporthalle für alle Hallensportarten durchgesetzt werden. Dies wurde besonders dadurch ermöglicht, daß der Förderverein der Stadt - aufgrund des guten Spendenaufkommens - die volle Finanzierung einer Tribünenanlage mit 200 Plätzen zusagen konnte.

Inzwischen ist, wie in Schlutup jeder weiß, die Sporthalle im Bau. Deshalb konnte auf der diesjährigen Jahreshauptversammlung des Förderkreises im Frühjahr befriedigt festgestellt werden, daß alle gesetzten Ziele in vollem Umfang erreicht wurden.

Der bis zur endgültigen Fertigstellung der Halle im Sommer 1993 einstimmig wiedergewählte Vorstand wünscht den Schlutuper Schulen und dem TSV Schlutup bereits heute für die sportliche Zukunft in dieser schönen Sportstätte viele schöne Erfolge.

 

Aus Lübecker Nachrichten HL-15 vom Dienstag, 8. Dezember 1992
Bericht von Wr - Fotos von Jo Marwitzky

Neue Sporthalle beeindruckt schon im Rohbau

Für die Schlutuper wird ein Traum jetzt Wirklichkeit: Heute um 14 Uhr ist Richtfest für die langersehnte Sporthalle. Gestern begutachtete der Bauausschuß den Rohbau und befand einhellig: Gute Arbeit. Zufriedenheit herrscht auch über die bisherige Einhaltung des Kostenrahmens.

Ein dickes Lob zollte Hochbauamtsleiter Uwe Jens Hansen der Fachfirma aus Gadebusch, die für die Holzgewerke zuständig ist. Sie habe bislang zuverlässig und qualitativ außerordentlich hochwertig gearbeitet. Schon bei der Baustelleninspektion, die der eigentlichen Ausschußsitzung vorangegangen war, hatten die Mitglieder die hohe Qualität des Baus, soweit sie schon erkennbar ist, gelobt. Die Fachleute im Bauausschuß zeigten sich besonders zufrieden mit der preisgünstigen Konstruktion des Daches. Das i Flachdach weist eine leichte Neigung auf, so daß das Regenwasser besser abfließen kann.

Auf eines gab es aber noch keine zufriedenstellende Antwort, nämlich auf die Frage, wofür die vier Löcher an den beiden offenen Seitenwandauslegern gut seien. Weder der Hinweis, es könnten dort die Konterfeis der Sporthallen-Initiatoren hineinkommen, noch die Annahme, es handele sich um fest installierte Finanzierungslöcher, wurden vom Ausschußvorsitzenden Norbert Döhring bestätigt.


Die Dreifeldersporthalle Schlutup wird nach Ansicht des Bauausschusses ein Schmuckstück.