Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Andreas Schlutup

  

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1851  Erneuerung der Dachbalken in der Kirche.

1858  Der Lübecker Maler Pero schenkte der Kirche ein Christusbild; 1964 wegen Zerfalls entfernt.
Kalter Schlag des Turmes; sofortige Reparatur war notwendig.

1859  Bauerlaubnis für eine Küsterscheune wurde erteilt. 1880 erfolgte Abbruch derselben.

1864  Umfassende Renovierung der Orgel; aber bereits am 22. April 1870 verstummte sie während des Gottesdienstes.

1866  Küster und Organist G. W. Dillner stiftet ein Holzfutteral zu dem Glas, das unbeschädigt von dem Turm anlässlich des erneuten Richtfestes geworfen worden war. Das Glas stammt aus dem Jahre 1743.

1870  Pastor von Großheim schenkte einen sechsarmigen Kronleuchter.
Der Senat gab zum Orgelbau 1.000 Mark.

1871  Das Kirchenschiff bekam eine neue Decke. Die flache Balkendecke wurde rausgerissen und dafür die jetzige freitragende Hängewerkkonstruktion eingebaut. Das Kirchenschiff wirkte jetzt erheblich größer als zuvor. Reste älterer Malereien wurden entdeckt. Der Polygonschluss des Altarraumes ist heute noch ursprünglicher Teil der alten Balkendecke. Erneuerung der Empore mit der Bilderfront. Bemalung der Deckenflächen nach Entwürfen von P. C. Mildes, Arbeit durch Schlutuper Maler B. Dillner. Bau der neuen Orgel durch den Orgelbauer Furtwängler aus Elze.

1874  Der Turm erhielt ein Schieferdach; das Mauerwerk war mit einem Bogenfries versehen worden. Richtfeier am 29. August.

1876  Für die Stundenglocke auf der Südseite des Turmes wurde das erkerartige Türmchen gebaut. Vergleiche 1450.

1877  Ablösung der Naturallieferungen an den Pastor.

1881  Am l. Oktober gründete der Organist H. L. Dillner die freiwillige Feuerwehr Schlutup mit 65 Männern.

1882  Erneuerung des Kirchendaches für 4.000 Mark.

1886  Das Küster- und Schulhaus ging in das Eigentum des Staates über.
Der Lehrer erhielt das Privileg, Küster- und Organistenamt für 75 Mark jährlich auszuführen.

1889  Per Senatsdekret wurden 7.500 Mark Staatsbeihilfe zum Pastoratsneubau im Bögengang bewilligt. 6 Planzeichnungen wurden verworfen, weil sie zu groß und zu teuer den Bau hätten werden lassen. Ursprünglich waren 25.000 Mark beantragt worden. Die Ablehnung erfolgte aufgrund des Vergleichs mit dem Pastoratsneubau St. Lorenz (Kosten 15.600 Mark). Schlutups Neubau galt als zu groß konzipiert. ”Gehorsamster Bericht des Stadt- und Landamtes betreffend Gewährung einer Beihülfe zum Neubau des Pastorates in Schlutup” an den Hohen Senat. Die Notwendigkeit wurde per Gutachten betont, auf das ca. 300 Jahre alte, zum Teil im Fachwerk gebaute Gebäude verwiesen. Einzelne Stellen wurden sogar lebensgefährlich genannt. Ein Aufbau und Besserung des Daches war ”alles Unsinn”. Der vereinfachte Bauplan berechnete Kosten von 17.980 Mark. Allerdings war kein besonderes Konfirmandenzimmer vorgesehen; nur für Trauungen und Taufen gab es einen kleinen Raum. Der Keller wurde halbiert.
Die finanziellen Verhältnisse waren in Schlutup ungünstiger als anderswo; die Kirche hatte nur kleine Pachteinnahmen.
Seit 1887 war die Gemeinde mit einer verzinslichen Schuld von 4.800 Mark belastet.

1891  Fräulein Kaiser schenkte den samtenen Kanzelbehang.
Die Witwe Sophie Böge stiftete ein rotes mit Gold besticktes Antependium (Altarbehang). 1920 wurde es gestohlen.

1896  Anlegung des neuen Friedhofes in der Wesloer Straße.
Die vier Kirchenfischereien wurden gegen eine einmalige Entschädigung von 240 Mark durch Senatsdekret der Schlutuper Kirche genommen.