Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Andreas Schlutup

  

Chronik (kurz)  (Jahreszahl unten anklicken

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- 1650

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1953  Kirchenfenster im Altarraum (Weihnachten und Ostern).
Visitation am 19./20. September. U. a. heißt es im Visitationsbericht: ”Vorbildlich scheint die Teilnahme der Kirchenvorsteher am Gottesdienst zu sein”.

1957  Das 2. Pfarramt wurde eingerichtet; Bau des 2. Pastorates und des Kindergartens (1958) auf dem Müllerberg.

1958  1. Oktober Eröffnung des evangelischen Kindergartens. Zweiter Abendmahlskelch (Gödecke).

1959  Haussammlungen für den Umbau und Renovierung der Orgel (heutige Orgel) durch Kemper / Lübeck.

1960  Neue kleine Taufschale aus Messing (Frahm).

1961  Letzter Lagergottesdienst.

1963  Heizungserneuerung in der Kirche.

1964  Neugestaltung des Gemeindehauses Bögengang nach Plänen von Architekt Höffer mit Kosten von DM 83.500,–.
Seit 1950 gab es Raummangel.

1967  Renovierung der Friedhofskapelle.
Entfernung der Zwischendecken im Turm. Kreuztafel zu Ehren der Gefallenen im Turmraum.
Renovierung des Kirchenschiffes (neue Holzdecke und neuer Fußboden).

1968  Wandarm aus Messing über dem Kirchenvorstehergestühl (Arndt).

1970  Altarvasen (Pralow). Worpsweder Bank für Trauungen (Herbst).

1974  Sanierung des Turmdaches und der Wetterfahne.

1975  Am 5.11. gründen über 20 Frauen der Gemeinde den "Kreis junger Frauen" (später Frauentreff).

1980  Bau eines Jugendraumes Am Müllerberg. Eigenbau durch Pastor Jackisch.

1982  Visitation der St. Andreas-Kirchengemeinde. Kindertagesstätte bezieht neue Räume im Tip-Top- Haus;
Herrichtung neuer Gemeinderäume Am Müllerberg; das Friedhofsbüro zieht vom Bögengang in die Friedhofsnähe Am Müllerberg.

1983  Restaurierung des Altarbildes.
Kauf eines neuen Harmoniums für die Friedhofskapelle;
Bepflanzung des neuen Teils auf dem Friedhof mit Bäumen.

1984  Zwei violette, ein weißes, grünes Antependium – gearbeitet von Elisabeth Krafft, Hella Fabricius, Monika Kinscher nach Entwürfen der Ratzeburger Paramentenwerkstatt. Altardecke, gearbeitet von Elisabeth Krafft.
Zwei neue Abendmahlskelche mit Hilfe des Kirchopfers angeschafft.

1986  Der letzte, 1965 in Schlutup gebaute Holzkahn (Markus Schmahl, Dovensee), wird von Fischermeister Hans Peter Kranz dem gemeinnützigen Verein Schlutup übertragen. Nach Konservierungsarbeiten Schlutuper Handwerksbetriebe wird er auf dem Vorplatz der Kirche aufgestellt.

1987  zwei Brandanschläge werden auf die Kirche verübt. Der am Seiteneingang gelegte Brandsatz hat die massive Eichentür zerstört sowie Teile des Schnitzwerkes der ersten Bankreihe beschädigt. Zudem ist der Kirchenraum mit einem schmierig fettigem Rußfilm bedeckt.
Am 24.12. tritt der in der Gemeinde gegründete Blockflötenchor das erste Mal öffentlich auf.

1988  Die Neugestaltung der Friedhofskapelle ist nunmehr abgeschlossen. Neben der Ausschmückung der Kapelle mit eigenen Lebensbäumen wurden 6 mehrarmige Leuchter sowie Kranzständer angeschafft.
Brandanschlag auf das Kirchengebäude (Schaden über 100.000 DM).
In der Nacht zum 19.11. werden insgesamt 29 Grabsteine auf dem Schlutuper Friedhof in blinder Zerstörungswut umgestürzt.

1989  Nach den Brandanschlägen aus dem Jahr 1987 wurde die seitliche Kirchentür erneuert, der Altarteppich restauriert, einige Brüstungsteile der ersten Bankreihe ersetzt und die verrußten Innenwände neu geweißt werden. Bei der Renovierung werden Teile von alten Wandmalereien frei gelegt.
Die Kirche bekommt eine neue Orgel:
Am 2.4. spielt der Organist Baehr zum letzten Mal ein Orgelkonzert auf der alten Orgel.
Am 24.6. werden viele der alten Orgelpfeifen auf dem Gemeindefest verkauft.
Am 9.7. wird die neue Orgel im Rahmen eines Gottesdienstes mit Propst Dr. Hasselmann eingeweiht.
Am Nachmittag zieht Organist Baehr alle Register der Orgel und stellt die künstlerischen Möglichkeiten in einem Konzert vor.
Im November gibt die Laienspiel-Gruppe "Variabel" ihr erfolgreiches Debüt mit dem Stück "Nur 'ne Handvoll Tausender" im Gemeindehaus.

1990  Der erste Gottesdienst am 1.1. findet nach Fall des "eisernen Vorhangs" in der Nachbargemeinde Selmsdorf statt. Teils zu Fuß hat sicht der Schlutuper Pastor mit Organist, Kirchenchor und Gemeinde auf den Weg zur St.Marien-Kirche nach Selmsdorf aufgemacht. In den folgenden Jahren feiern die Schlutuper mit den Selmsdorfern den Neujahrsgottesdienst gemeinsam abwechselnd in ihren beiden Kirchen.

1991  Seit dem Erntedankfest steht ein neuer Osterleuchter mit großer Kerze als Symbol für die Auferstehung Jesu in der Kirche im Altarraum. Er wurde von Drechslermeister Karl Decker aus heimischer Eiche gearbeitet .
In den 65 Gottesdiensten des Jahres werden über 10 Tausend DM in den Kollekten gesammelt.
Auf dem Friedhof wird der Brunnen rechts von der Kapelle durch eine Zapfstelle ersetzt.

1992  Der Kirchenvorstand beschließt auf Anregung der Pastoren, dass die Pastoren bei Gottesdiensten nicht ausschließlich nur den schwarzen Lübecker Ornat mit der Halskrause tragen, sondern zu besonderen Anlässen und Zeiten im Kirchenjahr die weiße Albe mit einer Stola in der entsprechenden Kirchenfarbe tragen.
Am 22.8. feiern die evangelische St.Andreas-Kirche zusammen mit der katholischen St.Ansgar-Kirche gemeinsam das erste Ökumenische Gemeindefest im Pastoratsgarten am Bögengang bei schönstem Wetter.

1994  Die Kirchenvorstandssitzungen werden öffentlich für alle Gemeindeglieder.
Im Kirchenraum werden eine Lautsprecheranlage und eine Induktionsschleife für Hörgeschädigte installiert, die besseres Hören auf allen Plätzen in der Kirche sichern soll (Kosten etwa 8000 DM, davon werden 3000 DM durch Spenden von der Gemeinde aufgebracht).
Auf dem Friedhof soll die Wasserzapfstelle wieder durch einen Brunnen ersetzt werden.

1995  Am 26.2. wird in der Schlutuper Kirche wie auch in anderen Kirchen das neue Gesangbuch eingeführt.
Immer häufiger wird über Einsparungen und Veränderungen in der Gemeinde diskutiert, da die Finanzmittel der Kirchen knapper werden.
Nach dem Ausscheiden von Pastor Sonnenberg bleibt eine Schlutuper Pfarrstelle für ein halbes Jahr vakant (unbesetzt).

1996  Ab Januar finden in der Schlutuper Kirche regelmäßige Gottesdienste für Gehörlose statt.
Der Kirchenvorstand ruft in einer Aktion die Schlutuper zu einem freiwilligen Kirchgeld auf (rund 200 Gemeindeglieder überweisen über 16000 DM).

1997  Ein Spender hat die Renovierung der Kirchturm-Uhr ermöglicht. Zeiger und Zifferblatt wurden restauriert, die stark korrodierten Achsen einschließlich der Aufhängung erneuert.
Zum ersten Mal wird ein Schlutuper Gemeindeglied, Frau Elisabeth Krafft, mit dem Ansgarkreuz ausgezeichnet.
Vom 14. - 20.5. besuchen der englische Pastor Phil Collins und seine Frau die St.Andreas-Gemeinde.
Das Epitaph (Gedenktafel rechts neben der Seitentür), für die am 11.2.1612 im 27. Lebensjahr verstorbene Ehefrau des Schlutuper Pastors Küsel wird aufwändig restauriert.

1998  Die Hauptwege auf dem Schlutuper Friedhof werden mit rotbraunen Pflasterklinkern befestigt (die Arbeiten werden in den nächsten Jahren fort gesetzt).
Am 2.5. wird zum ersten Mal ein besonderer Gottesdienst (Ansegelgottesdienst) zum Beginn der Segelsaison in Schlutup gefeiert.

1999  Es werden 3 neue Wasserzapfstellen mit Klinkersockel und Granitabdeckung im nördlichen alten Teil des Friedhofs eingerichtet.