Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Andreas Schlutup

 

Presbyterologie (Pastoren)  (Jahreszahl unten anklicken

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1714-1727 Pastor Heinrich Christoph Steinfeld
Heinrich Steinfeld ist am 4.5.1714 gewählt worden, am 10.5.1714 ordiniert und am 13.5. von Pastor Rhon eingeführt worden.
Heinrich Steinfeld ist am 30. 8. 1675 in Mustin bei Ratzeburg geboren. Vater: Augustus Steinfeld, Pastor zu Mustin. Mutter: Magdalena, geb. Drevesen. Zwei Jahre nach der Geburt Heinrichs starb der Vater. Abraham Möller wurde Pastor in Mustin und heiratete die Mutter. 10 Jahre danach starb sein Stiefvater.
Heinrich Steinfeld besuchte die Stadtschule und die Domschule in Ratzeburg. Infolge der Belagerung zog die Mutter nach Lübeck, wo Heinrich zum Katharineum ging. Danach das Academicum in Danzig, wo er Theologie und Philosophie studierte bis 1700; dann Universität Rostock. Nach dem Tode der Mutter 1703 kehrte er nach Lübeck zurück und erteilte Privatunterricht. Am 19.5.1705 Kolloquium. Am 4.5.1714 wurde er zum Pastor von Schlutup ("Schluck up") berufen. Er nahm sich besonders der Jugend an und stellte "Katechismusverhöre" in der Kirche an.
Am 3.9.1715 heiratete er Anna Juliane Bohm, Tochter des Bürgers und Handelsmannes Aegidius Bohm. Zwei Töchter. Seine Ehefrau starb am 23.12.1723.
Am 7.10.1726 heiratete er Anna Veronica Bacmeister, Tochter des Predigers zu Travemünde Sebastian Bacmeister. Am 16.11.1727 erlitt er einen Schlaganfall auf der Kanzel. Seine letzten Worte waren: "Prüfet euch vor Gott". Am 19.11.1727 ist er gestorben, beerdigt am 4.12.1727 in der Kirche. Vers in der Steintafel: "Hier liegt Treu, Gottesfurcht, Witz, Wissenschaft begraben, dis und mehr konte man an einem Steinfeld haben".

  

1728-1755 Pastor Otto Albert Blanck
Otto Albert Blanck ist am 15. 8. 1690 geboren. Vater: Otto Blanck, Prediger zur Burg am hl. Geist und am Pockenhaus und dann 1685-1692 an St. Petri. Mutter: Anna, geborene Balemann.
Die Mutter starb 7 Tage nach seiner Geburt. Zweite Ehe des Vaters mit Sophie Christine, geborene Möllenhof, Witwe des Hamburger Stückegießer Hermann Benning. Der Vater starb am 11.11.1692
Otto Albert Blanck besuchte die lateinische öffentliche Schule. Danach war er bis 1704 Privatlehrer. 1710 Studium der Theologie an der Universität Rostock. 1712 Lübeck, danach Privatlehrer in Kopenhagen, und dort Studien; 1716 in Leipzig. 1718 erteilte ihm Sup. Götze das Recht, zu predigen. Neun Jahre hat er in verschiedenen Kirchen gepredigt. Predigtreisen nach Wien und Paris.
Am 21.l.1728 wurde er zum Pastor in Schlutup gewählt. Am 2.2.1728 wurde er in St. Marien durch Sup. Götze ordiniert und am 8.2.1728 durch P. Rhon, Pastor an St. Jakobi, eingeführt.
Er starb am 20.10.1758. Beisetzung in der St. Andreas-Kirche.

  

1755-1793 Pastor Thomas Gotthard Neumeyer
Neumeyer studierte in Wittenberg, Abreise am 6.5.1748. Am 15.9.1755 Hochzeit mit Anna Sophie Blanck, Tochter des 1758 verstorbenen Pastors zu Schlutup, Otto Albert Blanck. Zweite Eheschließung mit Anna Dorothea Krüger, Tochter des Lüneburger Ratsapothekers Heinrich Krüger.
Neumeyer ist 1793 gestorben. Beisetzung in der St. Andreas-Kirche am 8.1.1793.

  

1793-1825 Pastor Christian Ludwig Rüdinger
Christian Rüdinger aus Mummendorf bei Dassau wurde am 6.2.1793 zum Pastor in Schlutup gewählt, durch Sup. D. Schinmeyer in St. Marien ordiniert und an Sonntag Reminiscere durch den Protonotar Evers und Pastor Petersen, Pastor an St. Jakobi, eingeführt.
1840 in Lübeck gestorben. Er war 14.9.1825 emeritiert.
Sein Vater Andreas Wilhelm Rüdinger war von 1929 bis zu seinem Tod im Jahr 1771 Pastor in Mummendorf.