Ev. Luth. Kirchengemeinde St. Andreas Schlutup

 

Presbyterologie (Pastoren)  (Jahreszahl unten anklicken

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1825-1828 Pastor Gottfried Andreas Sartori
Gottfried Sartori ist am 23.8.1797 in Lübeck geboren. Vater: Der aus Breslau gebürtige und 1811 verstorbene Musiklehrer und Bleicher Franz Joseph Ignatz Sartori. Mutter: Christina Maria, geborene Rode aus Lübeck, gestorben 1826.
1806-1816 besuchte er das Katharineum; von April bis Dezember 1815 als freiwilliger Jäger. Feldzug nach Frankreich. Von Neujahr bis Michaelis 1816 besuchte er das Katharineum. 1806 hatte er noch die Schlacht in Lübeck erlebt, wobei sein Vater durch Kolbenstöße französicher Soldaten verletzt wurde und wenige Jahre darauf starb. 1816-1819 studierte er an der Universität Halle. Nach bestandenem Examen wurde er am 28.10.1819 zum Kandidaten Rev. Min. Lub. aufgenommen, sowie nach einem Kolloquium in Eutin zum fürstl. Lübeckischen Kandidaten. Er war 6 Jahre Hauslehrer bei Pastor Busse in Rensefeld, predigte dort, in Lübeck, Eutin und Ratekau häufig.
Am 26.10.1825 wurde er zum Pastor in Schlutup gewählt. Er bestand am 3.11. das Examen pro Ministerio. Am 6.11. wurde er in St. Marien von Pastor von der Hude ordiniert und am 13.11. durch Pastor Becker, St. Jakobi, in Schlutup eingeführt.
Der Pastor Christian Rüdinger war am 14.9.1825 in den Ruhestand versetzt worden mit einem Jahresgehalt von 800,–, das zur Hälfte von Sartori, zur Hälfte von der Stadtkasse bezahlt wurde. Die dortige Pfarre trug nur 800,– ein.
Am 2. März heiratete Sartori Charlotte Philippine Zöllner aus Lübeck. Sie wurden in Rensefeld getraut. Am 27.2.1828 wurde er vom Rat zum Pastor in Nusse berufen. Am 13.4.wurde er vom Pastor an St. Marien von der Hude und dem Pastor von St. Petri in Nusse eingeführt. Schulinspektion, Verwaltung, Bau der neuen Kirche 1839, musikalisch begabt und pflegte die Liturgie. Er ist am 19.10.1873 gestorben.

  

1828-1840 Pastor Marcus Joachim Karl Klug
Marcus Klug ist am 21.2.1799 geboren. Vater: Friedrich Heinrich Klug, Weinhändler und Weinschreiber. Mutter: Catharina Elisabeth, geborene Dibbern.
Besuch der St. Jakobi-Knabenschule und dann des Katharineums. Studium der Theologie 1820 in Jena und in Tübingen 1822-1824. 1824 Kandidat des Ehrw. Ministeriums. Vier Jahre lang hielt er Predigten und erteilte Privatunterricht. . 1825 Beitritt zur Gesellschaft zur Beförderung gemeinnütziger Tätigkeit, wo er viele Vorträge hielt.
Am 28.5.1828 Wahl zum Pastor in Schlutup. Als die Cholera ausbrach, machte er sich um die Pflege der Kranken verdient. Das Amt bot kaum ausreichende Einkünfte, da Klug jährlich dem Amtsvorgänger eine bedeutende Summe abgeben musste.
Mehrere Kinder starben.
Am 25.4.1840 Wahl zum Hauptpastor an St. Jakobi. Er war 1848 Mitglied der ersten Bürgerschaft und später von 1855-61.Verwaltung der Kleinkinderschule, Mitbegründer der Gewerbeschule und 1841-51 in deren Verwaltung. 1852-56 und 1859-62 Mitglied der Vorsteherschaft und 1856-59 Direktor der Gemeinnützigen. Mitglied des Vereins für Lübeckische Geschichte und Altertumskunde seit 1836. Er hat eine große Reihe hist. Schriften zur Geschichte Lübecks verfasst, so "Geschichte Lübecks in der Franzosenzeit". Der Senat dankte ihm durch Verleihung der goldenen Ehrenmünze. Er war tätig für die Aufdeckung der Steingräber in Waldhusen und Blankensee und die Ausgrabungen in Alt-Lübeck. Mitglied der Freimaurerloge zur Weltkugel, deren Vorsitz er lange Jahre inne hatte. Am 21.2.1868 Ruhestand.
Am 21.3.1872 in Lübeck gestorben.

  

1840-1877 Pastor Dr. phil. Christian David Bonaventura von Großheim
Christian von Großheim ist am 15.l.1802 in Lübeck geboren. Vater: Carl Friedrich von Großheim, Inhaber der Knaben-Realschule. Mutter: Dorothea Elisabeth, geb. Kröger.
Unterricht in der Schule seines Vaters, 1822-24 Gymnasium in Lübeck. Er studierte an den Universitäten Halle, Göttingen und Berlin. Im September 1828 wurde er von Senior Carstens als Kandidat des Ministeriums aufgenommen. 1828-1837 war er Lehrer an der Schule seines Vaters, predigte in den Kirchen der Stadt und erteilte Konfirmandenunterricht. Am 6.7.1837 wurde er zum Prediger an St. Annen erwählt und am 16.7. in St. Aegidien durch Pastor Lindenberg ordiniert.
Am 4.7.1840 wurde er zum Pastor in Schlutup erwählt und am 26. Juli in Schlutup durch Pastor Klug, St. Jakobi eingeführt. Ruhestand am l.10.1877.
Er starb am l.8.1882 im 81. Lebensjahre in Lübeck.

  

1877-1916 Pastor Heinrich Wilhelm Gerhard Fischer
Gerhard Fischer ist am 7.3.1849 in Lübeck geboren.
Vater: Musiklehrer Dr. Fischer.
Er besuchte das Katharineum bis 1869. Er studierte drei Jahre Theologie in Tübingen und ein Jahr in Halle. Theol. Examen und Kandidat des Ehrw. Ministeriums am 7.7.1873. Danach Lehrer am Katharineum und anderen Schulen.
Am 21.10.1877 wurde er zum Pastor in Schlutup durch Majorität des Gemeindevorstandes gewählt.
Nach längerem Leiden starb er am 27. 6. 1917 als Pastor emeritus. Historische Abhandlung über Schlutups Kirchenfinanzen.
Sein Sohn war später 1930-47 ebenfalls Pastor in Schlutup.